Was ist L Thyroxin?
L Thyroxin ist ein Arzneimittel, das den synthetisch hergestellten Wirkstoff Levothyroxin-Natrium enthält. Dabei handelt es sich um eine künstliche Form des natürlichen Schilddrüsenhormons Thyroxin (T4), das im menschlichen Körper eine zentrale Rolle für zahlreiche Stoffwechselprozesse spielt. Das Präparat wird eingesetzt, um einen Mangel an Schilddrüsenhormonen auszugleichen oder den Hormonspiegel gezielt zu regulieren.
Die Schilddrüse produziert normalerweise selbst die Hormone T4 (Thyroxin) und T3 (Trijodthyronin). Ist ihre Funktion eingeschränkt oder fällt sie vollständig aus, kann der Körper den Bedarf an Hormonen nicht mehr ausreichend decken. In solchen Fällen übernimmt L Thyroxin die Funktion des fehlenden Hormons und trägt dazu bei, das hormonelle Gleichgewicht wiederherzustellen.
Definition und Einordnung
L Thyroxin gehört zur Gruppe der Schilddrüsenhormone und wird als Substitutionstherapie eingesetzt. Der enthaltene Wirkstoff Levothyroxin wird nach der Einnahme im Körper teilweise in das biologisch aktive Hormon T3 umgewandelt. Dadurch kann es die natürlichen Stoffwechselvorgänge unterstützen, die normalerweise durch die Schilddrüse gesteuert werden.
Im Unterschied zu pflanzlichen oder kombinierten Präparaten enthält L Thyroxin ausschließlich Levothyroxin in exakt definierter Dosierung. Dies ermöglicht eine präzise Anpassung an den individuellen Hormonbedarf. Die standardisierte Zusammensetzung sorgt für eine verlässliche und kontrollierbare Therapie, insbesondere bei langfristiger Anwendung.
Bedeutung bei Schilddrüsenerkrankungen
Eine ausreichende Versorgung mit Schilddrüsenhormonen ist entscheidend für den Energiehaushalt, die Herzfunktion, die Regulation der Körpertemperatur sowie für Konzentration und psychisches Wohlbefinden. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) verlangsamen sich diese Prozesse. Betroffene leiden häufig unter Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit oder Antriebslosigkeit.
L Thyroxin wird eingesetzt, um diese Hormonlücke zu schließen und die normalen Körperfunktionen zu stabilisieren. Auch nach operativer Entfernung der Schilddrüse oder nach einer Radiojodtherapie ist eine dauerhafte Hormonersatztherapie erforderlich, da der Körper keine eigenen Schilddrüsenhormone mehr produzieren kann.
Darüber hinaus kann L Thyroxin in bestimmten Fällen zur Verkleinerung einer Struma oder zur Unterstützung spezieller therapeutischer Konzepte eingesetzt werden. Die genaue Anwendung richtet sich stets nach der individuellen Diagnose und dem ärztlich festgelegten Behandlungsplan.
Zusammensetzung
Die Zusammensetzung von L Thyroxin ist klar definiert und pharmazeutisch standardisiert. Eine konstante Wirkstoffmenge sowie sorgfältig ausgewählte Hilfsstoffe gewährleisten eine zuverlässige Wirkung und eine gute Verträglichkeit bei langfristiger Anwendung. Die genaue Zusammensetzung kann je nach Hersteller leicht variieren, folgt jedoch stets strengen regulatorischen Vorgaben.
Wirkstoff
Der aktive Bestandteil von L Thyroxin ist Levothyroxin-Natrium. Dabei handelt es sich um die synthetisch hergestellte Form des natürlichen Schilddrüsenhormons Thyroxin (T4). Der Wirkstoff ist chemisch identisch mit dem im menschlichen Körper produzierten Hormon und kann daher die physiologischen Funktionen vollständig übernehmen.
Levothyroxin wird in unterschiedlichen Dosierungsstärken angeboten. Diese ermöglichen eine präzise Anpassung an den individuellen Hormonbedarf. Da der Bedarf je nach Alter, Körpergewicht, Begleiterkrankungen und Laborwerten variiert, ist die exakte Dosierung entscheidend für den Therapieerfolg. Bereits geringe Unterschiede in der Wirkstoffmenge können klinisch relevant sein, weshalb die Tabletten in fein abgestuften Stärken erhältlich sind.
Die standardisierte Wirkstoffqualität sorgt dafür, dass jede Tablette eine gleichbleibende Menge Levothyroxin enthält. Dies ist besonders wichtig, da stabile Hormonspiegel im Blut Voraussetzung für eine erfolgreiche und sichere Behandlung sind.
Hilfsstoffe
Neben dem Wirkstoff enthält L Thyroxin verschiedene Hilfsstoffe, die keine eigene pharmakologische Wirkung besitzen, jedoch für die Stabilität, Haltbarkeit und Formgebung der Tablette notwendig sind. Dazu zählen unter anderem Füllstoffe, Bindemittel und gegebenenfalls geringe Mengen an Farbstoffen, abhängig von der jeweiligen Dosierungsstärke.
Hilfsstoffe tragen dazu bei, dass sich die Tablette gleichmäßig auflöst und der Wirkstoff zuverlässig im Körper aufgenommen werden kann. Zudem gewährleisten sie eine gleichbleibende Qualität während der gesamten Haltbarkeitsdauer des Arzneimittels.
Bei bekannter Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Bestandteilen sollte die Zusammensetzung vor der Einnahme sorgfältig geprüft werden. Die vollständige Liste aller Inhaltsstoffe ist in der jeweiligen Packungsbeilage aufgeführt und bietet transparente Informationen für Patienten und medizinisches Fachpersonal.
Wie nimmt man L Thyroxin ein?
Die korrekte Einnahme von L Thyroxin ist entscheidend für eine stabile Einstellung der Schilddrüsenwerte. Da es sich um ein Hormonpräparat handelt, reagiert der Körper sensibel auf Dosisschwankungen oder unregelmäßige Einnahmezeiten. Eine konsequente und gleichbleibende Anwendung unterstützt eine optimale Wirkung und minimiert das Risiko von Unter- oder Überdosierungen.
Dosierung und individuelle Einstellung
Die Dosierung von L Thyroxin wird individuell festgelegt und richtet sich nach dem jeweiligen Krankheitsbild, dem Alter, dem Körpergewicht sowie den aktuellen Laborwerten, insbesondere dem TSH-Wert. Zu Beginn der Therapie wird häufig mit einer niedrigen Dosis gestartet, die schrittweise angepasst wird, bis die gewünschte hormonelle Einstellung erreicht ist.
Bei jüngeren und herzgesunden Patienten kann die Einstiegsdosis höher ausfallen, während bei älteren Menschen oder bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Regel vorsichtiger dosiert wird. Ziel ist es, den Hormonspiegel langsam und kontrolliert in den Normbereich zu bringen.
Regelmäßige Blutuntersuchungen sind notwendig, um die Dosis gegebenenfalls anzupassen. Da sich Veränderungen im Hormonhaushalt nicht sofort bemerkbar machen, erfolgt die Kontrolle meist einige Wochen nach einer Dosisänderung.
Einnahmehinweise
L Thyroxin sollte einmal täglich morgens eingenommen werden, idealerweise mindestens 30 Minuten vor dem Frühstück. Die Einnahme erfolgt nüchtern mit ausreichend Wasser. Der Abstand zu Mahlzeiten ist wichtig, da bestimmte Nahrungsmittel die Aufnahme des Wirkstoffs im Darm beeinflussen können.
Auch andere Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel, insbesondere Calcium- oder Eisenpräparate, können die Aufnahme von Levothyroxin beeinträchtigen. Daher sollte zwischen der Einnahme von L Thyroxin und solchen Präparaten ein zeitlicher Abstand eingehalten werden.
Eine gleichbleibende Einnahmezeit unterstützt stabile Blutspiegel und erleichtert die Beurteilung der Laborwerte im Rahmen der ärztlichen Kontrolle.
Wichtige Hinweise zur Therapietreue
Die regelmäßige tägliche Einnahme ist ein zentraler Bestandteil der Therapie. Unregelmäßigkeiten können zu Schwankungen im Hormonspiegel führen und Symptome einer Unter- oder Überfunktion auslösen.
Wird eine Dosis einmal vergessen, sollte die Einnahme nicht durch eine doppelte Menge am nächsten Tag ausgeglichen werden. Stattdessen wird die Therapie regulär fortgesetzt. Eigenständige Dosisänderungen sollten vermieden werden, da selbst kleine Anpassungen erhebliche Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben können.
Eine langfristige und strukturierte Einnahme in Verbindung mit ärztlicher Begleitung trägt maßgeblich zu einer erfolgreichen und sicheren Behandlung bei.
Wie wirkt L Thyroxin?
Die Wirkung von L Thyroxin basiert auf seiner Funktion als Ersatz für das körpereigene Schilddrüsenhormon Thyroxin (T4). Nach der Einnahme wird der Wirkstoff im Dünndarm aufgenommen und über den Blutkreislauf im gesamten Körper verteilt. Dort entfaltet er seine hormonelle Aktivität, indem er an spezifische Rezeptoren in den Zellen bindet und zahlreiche Stoffwechselprozesse reguliert.
Da Schilddrüsenhormone nahezu alle Organsysteme beeinflussen, wirkt sich eine ausreichende Versorgung mit Levothyroxin auf den gesamten Organismus aus. Ziel der Therapie ist es, den Hormonspiegel so einzustellen, dass physiologische Abläufe wieder im Gleichgewicht sind.
Wirkmechanismus im Körper
Levothyroxin entspricht strukturell dem natürlichen Hormon T4. Im Körper wird ein Teil davon in das biologisch aktivere Hormon T3 umgewandelt. Dieses wirkt direkt in den Zellkernen und beeinflusst die Genexpression, wodurch der Energieumsatz und zahlreiche Stoffwechselfunktionen gesteuert werden.
Zu den zentralen Effekten gehören:
- Regulierung des Grundumsatzes und des Energieverbrauchs
- Einfluss auf Herzfrequenz und Herzleistung
- Unterstützung der normalen Funktion des Nervensystems
- Beteiligung an Wachstum und Zellteilung
- Mitwirkung an der Regulation der Körpertemperatur
Durch diese vielfältigen Wirkungen trägt L Thyroxin dazu bei, Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder verlangsamten Stoffwechsel auszugleichen.
Wirkungseintritt und Therapiedauer
Die Wirkung von L Thyroxin setzt nicht unmittelbar nach der ersten Einnahme ein. Da es sich um ein Hormon handelt, benötigt der Körper Zeit, um stabile Blutspiegel aufzubauen und die Stoffwechselprozesse entsprechend anzupassen. Erste Verbesserungen können nach einigen Tagen bis Wochen spürbar sein, während die vollständige Einstellung häufig mehrere Wochen in Anspruch nimmt.
Die Halbwertszeit von Levothyroxin ist relativ lang, was eine einmal tägliche Einnahme ermöglicht und zu gleichmäßigen Hormonspiegeln beiträgt. Dennoch sind regelmäßige Laborkontrollen notwendig, insbesondere zu Beginn der Therapie oder nach einer Dosisanpassung.
In vielen Fällen handelt es sich um eine langfristige oder lebenslange Behandlung, insbesondere wenn die Schilddrüse dauerhaft in ihrer Funktion eingeschränkt ist oder vollständig entfernt wurde. Eine kontinuierliche ärztliche Begleitung stellt sicher, dass die Therapie optimal auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt bleibt.
Anwendungsgebiete
L Thyroxin wird in verschiedenen medizinischen Situationen eingesetzt, in denen eine ausreichende Versorgung mit Schilddrüsenhormonen nicht gewährleistet ist oder gezielt beeinflusst werden soll. Die Therapie verfolgt das Ziel, den Hormonspiegel im Blut zu normalisieren und dadurch körperliche Funktionen zu stabilisieren, die vom Schilddrüsenstoffwechsel abhängig sind.
Die genaue Indikation richtet sich nach der individuellen Diagnose sowie den aktuellen Laborwerten und wird ärztlich festgelegt.
Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
Die häufigste Anwendung von L Thyroxin ist die Behandlung der Hypothyreose. Dabei produziert die Schilddrüse nicht genügend Hormone, um den Bedarf des Körpers zu decken. Ursachen können unter anderem autoimmune Erkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis, operative Eingriffe oder angeborene Funktionsstörungen sein.
Typische Beschwerden einer Unterfunktion sind ausgeprägte Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit, trockene Haut, depressive Verstimmungen und Konzentrationsschwierigkeiten. Durch die Substitution mit Levothyroxin wird der Hormonmangel ausgeglichen, wodurch sich Stoffwechselprozesse normalisieren und die Symptome schrittweise zurückgehen können.
Ziel der Therapie ist es, den TSH-Wert in einen individuell festgelegten Zielbereich zu bringen und langfristig stabil zu halten.
Nach Schilddrüsenoperation oder Radiojodtherapie
Nach einer teilweisen oder vollständigen Entfernung der Schilddrüse ist der Körper nicht mehr in der Lage, eigenständig ausreichend Schilddrüsenhormone zu produzieren. In diesen Fällen ist eine dauerhafte Hormonersatztherapie erforderlich.
Auch nach einer Radiojodtherapie, die beispielsweise bei bestimmten Schilddrüsenerkrankungen eingesetzt wird, kann es zu einer verminderten Hormonproduktion kommen. L Thyroxin übernimmt in diesen Situationen die Funktion der fehlenden Schilddrüsenhormone und stellt eine kontinuierliche Versorgung sicher.
Die Dosierung wird dabei individuell angepasst und regelmäßig kontrolliert, um eine stabile hormonelle Einstellung zu gewährleisten.
Weitere medizinische Einsatzbereiche
Neben der klassischen Substitutionstherapie kann L Thyroxin in bestimmten Fällen auch zur Behandlung oder Vorbeugung einer Struma eingesetzt werden. Ziel ist es, das Wachstum des Schilddrüsengewebes zu regulieren und eine Vergrößerung zu verhindern oder zu reduzieren.
Darüber hinaus kann Levothyroxin im Rahmen spezieller Therapiekonzepte bei differenziertem Schilddrüsenkarzinom verwendet werden. In solchen Fällen wird der Hormonspiegel gezielt so eingestellt, dass bestimmte hormonelle Steuermechanismen beeinflusst werden.
Die Entscheidung über die jeweilige Anwendung erfolgt stets auf Grundlage einer individuellen ärztlichen Beurteilung und einer sorgfältigen Abwägung von Nutzen und möglichen Risiken.
Gegenanzeigen
Wie bei jedem hormonellen Arzneimittel gibt es auch bei L Thyroxin bestimmte Situationen, in denen die Einnahme nicht erfolgen darf oder nur unter besonderer Vorsicht möglich ist. Eine sorgfältige ärztliche Abklärung vor Beginn der Therapie ist wichtig, um mögliche Risiken auszuschließen und eine sichere Anwendung zu gewährleisten.
Die Beurteilung erfolgt auf Grundlage der individuellen Krankengeschichte, bestehender Vorerkrankungen sowie aktueller Laborwerte.
Absolute Gegenanzeigen
L Thyroxin darf nicht eingenommen werden bei einer unbehandelten Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose). In diesem Fall ist der Hormonspiegel bereits erhöht, sodass eine zusätzliche Gabe von Levothyroxin zu ernsthaften Komplikationen führen kann.
Ebenso besteht eine Gegenanzeige bei unbehandelter Nebennierenrindeninsuffizienz oder einer nicht ausreichend behandelten Hypophyseninsuffizienz, da hier zunächst die zugrunde liegende hormonelle Störung therapiert werden muss.
Bei akuten schweren Herzerkrankungen, wie einem frischen Herzinfarkt, einer akuten Myokarditis oder einer unbehandelten Herzrhythmusstörung, darf die Behandlung mit L Thyroxin ebenfalls nicht begonnen werden. Eine Stabilisierung der Herzfunktion hat in diesen Fällen oberste Priorität.
Relative Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen
In bestimmten Situationen ist eine Anwendung möglich, erfordert jedoch eine besonders sorgfältige Überwachung. Dazu zählen bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen. Da Schilddrüsenhormone den Herzschlag und den Stoffwechsel beeinflussen, kann eine zu schnelle Dosiserhöhung das Herz zusätzlich belasten.
Auch bei älteren Patienten wird in der Regel mit einer niedrigeren Anfangsdosis begonnen, um das Risiko kardiovaskulärer Nebenwirkungen zu minimieren. Eine schrittweise Anpassung ermöglicht eine sichere Einstellung der Hormonwerte.
Patienten mit Diabetes mellitus benötigen unter Umständen eine Anpassung ihrer blutzuckersenkenden Therapie, da Schilddrüsenhormone den Glukosestoffwechsel beeinflussen können. Regelmäßige Kontrollen sind daher besonders wichtig.
Vor Beginn und während der Behandlung sollte stets eine umfassende ärztliche Begleitung erfolgen, um individuelle Risikofaktoren zu berücksichtigen und eine optimale Therapiesicherheit zu gewährleisten.
Nebenwirkungen
Wie jedes wirksame Arzneimittel kann auch L Thyroxin Nebenwirkungen verursachen. In den meisten Fällen treten diese nicht aufgrund einer Unverträglichkeit des Wirkstoffs selbst auf, sondern infolge einer zu hohen Dosierung. Da es sich um ein Hormonpräparat handelt, reagiert der Körper sensibel auf Veränderungen im Hormonspiegel.
Eine sorgfältige Dosiseinstellung und regelmäßige ärztliche Kontrollen tragen wesentlich dazu bei, das Risiko unerwünschter Wirkungen zu minimieren.
Häufige Nebenwirkungen
Die häufigsten Nebenwirkungen entsprechen den Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion. Sie können auftreten, wenn die Dosis höher ist als individuell erforderlich oder wenn der Körper besonders empfindlich auf die Therapie reagiert.
Typische Beschwerden können sein:
- Herzklopfen oder beschleunigter Puls
- Innere Unruhe und Nervosität
- Schlafstörungen
- Zittern
- Vermehrtes Schwitzen
- Gewichtsabnahme trotz unveränderter Ernährung
Diese Symptome deuten in der Regel darauf hin, dass der Hormonspiegel zu hoch eingestellt ist. In solchen Fällen wird die Dosis nach ärztlicher Rücksprache angepasst.
Seltene und schwerwiegende Nebenwirkungen
In seltenen Fällen können ernstere Reaktionen auftreten, insbesondere bei Patienten mit vorbestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dazu gehören Herzrhythmusstörungen, Angina-pectoris-Beschwerden oder eine Verschlechterung einer bestehenden Herzerkrankung.
Sehr selten sind allergische Reaktionen auf Bestandteile des Präparats möglich. Diese können sich durch Hautausschlag, Juckreiz oder andere Überempfindlichkeitsreaktionen äußern.
Bei ungewöhnlich starken oder anhaltenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung erforderlich, um die Ursache festzustellen und die Therapie gegebenenfalls anzupassen.
Verhalten bei Nebenwirkungen
Treten Anzeichen einer Überdosierung auf, sollte die weitere Einnahme nicht eigenständig verändert, sondern medizinisch abgeklärt werden. In vielen Fällen genügt eine geringfügige Dosisanpassung, um die Beschwerden zu beheben.
Regelmäßige Blutuntersuchungen helfen, den Hormonspiegel im Zielbereich zu halten und Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen. Eine offene Kommunikation mit dem behandelnden Arzt über neue oder veränderte Symptome unterstützt eine sichere und langfristig erfolgreiche Therapie.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Im Folgenden finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um die Anwendung und Dosierung von L Thyroxin. Die Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung.
Was ist der Unterschied zwischen l thyroxin 50 und l thyroxin 75?
Der Unterschied zwischen l thyroxin 50 und l thyroxin 75 liegt in der enthaltenen Wirkstoffmenge. Die Zahl gibt jeweils die Menge an Levothyroxin in Mikrogramm pro Tablette an. Während l thyroxin 50 50 Mikrogramm Wirkstoff enthält, sind es bei l thyroxin 75 entsprechend 75 Mikrogramm.
Welche Dosierung geeignet ist, hängt vom individuellen Hormonbedarf ab. Faktoren wie Körpergewicht, Alter, Begleiterkrankungen und aktuelle Blutwerte spielen bei der Festlegung der Dosis eine entscheidende Rolle. Eine eigenständige Umstellung zwischen verschiedenen Dosierungsstärken sollte nicht erfolgen, da bereits geringe Veränderungen Auswirkungen auf den Hormonhaushalt haben können.
Wie sollte l-thyroxin richtig eingenommen werden?
l-thyroxin wird in der Regel einmal täglich morgens eingenommen, idealerweise nüchtern und mindestens 30 Minuten vor dem Frühstück. Die Tablette sollte mit ausreichend Wasser geschluckt werden. Dieser Einnahmezeitpunkt unterstützt eine gleichmäßige Aufnahme des Wirkstoffs im Darm.
Bestimmte Lebensmittel sowie Präparate mit Calcium oder Eisen können die Aufnahme beeinträchtigen. Deshalb sollte zwischen der Einnahme von l-thyroxin und solchen Produkten ein zeitlicher Abstand eingehalten werden. Eine regelmäßige Einnahme zur gleichen Tageszeit trägt zu stabilen Blutwerten bei.
Kann ich l thyroxin 50 dauerhaft einnehmen?
Bei einer diagnostizierten Schilddrüsenunterfunktion ist eine langfristige, häufig lebenslange Therapie üblich. In diesem Zusammenhang kann l thyroxin 50 dauerhaft eingenommen werden, sofern diese Dosierung dem individuellen Bedarf entspricht.
Entscheidend ist, dass die Therapie regelmäßig ärztlich überwacht wird. Blutkontrollen helfen dabei, die Hormonwerte im Zielbereich zu halten und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Eine konstante und korrekt eingestellte Behandlung unterstützt eine stabile Stoffwechsellage.
Wann wird l thyroxin 75 verschrieben?
l thyroxin 75 wird verschrieben, wenn der individuelle Bedarf an Schilddrüsenhormonen höher ist und eine geringere Dosierung nicht ausreicht, um die gewünschten Laborwerte zu erreichen. Die Entscheidung basiert in der Regel auf dem TSH-Wert sowie weiteren relevanten Schilddrüsenparametern.
Auch nach einer Dosisanpassung im Verlauf der Therapie kann l thyroxin 75 eingesetzt werden, wenn sich der Hormonbedarf verändert hat. Die Wahl der passenden Stärke erfolgt stets auf Grundlage einer medizinischen Beurteilung und regelmäßiger Kontrollen.
Dr. Christian Berger ist Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Endokrinologie und Diabetologie. Er absolvierte sein Medizinstudium an der Universität Heidelberg, wo er im Bereich molekulare Endokrinologie promovierte. Seine Facharztausbildung erfolgte am Universitätsklinikum Tübingen in der Abteilung für Endokrinologie, Diabetologie und Nephrologie. Dort spezialisierte er sich auf die Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes mellitus Typ 1 und 2 sowie hormonellen Störungen der Hypophyse und Nebennieren. Heute ist Dr. Berger als leitender Oberarzt in einer endokrinologischen Fachklinik in Karlsruhe tätig. In seiner klinischen Praxis legt Dr. Berger großen Wert auf präzise Hormondiagnostik, moderne Insulintherapie und individuell angepasste Behandlungspläne. Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) und der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und engagiert sich regelmäßig in wissenschaftlichen Fortbildungen. Neben der Facharztanerkennung führt er die Zusatzbezeichnung Endokrinologie sowie das Zertifikat für Diabetologische Schwerpunktpraxis der Landesärztekammer Baden-Württemberg. Als Ausdruck seiner ärztlichen Verantwortung trägt er den weißen Arztkittel mit Namensschild, Facharzturkunde und Kammerabzeichen.Verifiziert und entwickelt von Dr. Christian Berger


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