Was ist Atorvastatin?
Atorvastatin ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte im Blut. Es wird vor allem eingesetzt, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren und bestehende Gefäßschäden nicht weiter fortschreiten zu lassen. Der Wirkstoff gehört zu den am häufigsten verordneten Lipidsenkern und ist Bestandteil zahlreicher leitliniengerechter Therapiekonzepte zur Prävention von Herzinfarkt und Schlaganfall.
Die Anwendung erfolgt in der Regel langfristig und ist eng mit einer ärztlichen Kontrolle der Blutfettwerte verbunden. Atorvastatin wird häufig dann eingesetzt, wenn diätetische Maßnahmen und Veränderungen des Lebensstils allein nicht ausreichen, um die Zielwerte zu erreichen.
Arzneimittelklasse und Einordnung
Atorvastatin zählt zur Gruppe der sogenannten Statine, auch HMG-CoA-Reduktase-Hemmer genannt. Diese Arzneimittelklasse greift gezielt in den körpereigenen Cholesterinstoffwechsel ein. Statine gelten als Standardtherapie bei erhöhtem LDL-Cholesterin und sind wissenschaftlich umfassend untersucht.
Innerhalb der Statine zeichnet sich Atorvastatin durch eine ausgeprägte Wirksamkeit aus. Es wird sowohl in der Primärprävention bei erhöhtem Risiko als auch in der Sekundärprävention nach bereits aufgetretenen kardiovaskulären Ereignissen eingesetzt. Durch seine pharmakologischen Eigenschaften ermöglicht es eine flexible Anpassung an unterschiedliche Risikoprofile.
Einsatz im Rahmen der Cholesterinsenkung
Erhöhte Cholesterinwerte, insbesondere ein zu hoher LDL-Anteil, fördern die Bildung von Ablagerungen in den Arterienwänden. Diese sogenannten Plaques können die Gefäße verengen und langfristig zu Durchblutungsstörungen führen. Atorvastatin unterstützt die Senkung des LDL-Cholesterins und trägt damit zur Stabilisierung der Gefäßgesundheit bei.
Die Therapie ist meist Teil eines ganzheitlichen Behandlungskonzepts. Neben der medikamentösen Behandlung spielen auch Ernährung, Bewegung und das Vermeiden von Risikofaktoren wie Rauchen eine wichtige Rolle. Atorvastatin ergänzt diese Maßnahmen gezielt, wenn eine alleinige Lebensstiländerung nicht ausreichend wirksam ist.
Bedeutung für die Herz-Kreislauf-Gesundheit
Die langfristige Kontrolle der Blutfettwerte ist ein zentraler Baustein zur Vorbeugung schwerwiegender Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch die gezielte Senkung bestimmter Cholesterinfraktionen kann das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere vaskuläre Komplikationen deutlich reduziert werden.
Atorvastatin wird daher nicht nur zur Behandlung erhöhter Laborwerte eingesetzt, sondern auch mit dem Ziel, das individuelle Gesamtrisiko für kardiovaskuläre Ereignisse zu senken. Besonders bei Patientinnen und Patienten mit zusätzlichen Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder familiärer Vorbelastung kommt dem Wirkstoff eine wichtige präventive Bedeutung zu.
Zusammensetzung
Die Zusammensetzung eines Arzneimittels ist entscheidend für dessen Wirksamkeit, Stabilität und Verträglichkeit. Atorvastatin wird in Form von Filmtabletten angeboten, die den Wirkstoff in genau definierter Dosierung enthalten. Neben dem aktiven Bestandteil spielen auch die enthaltenen Hilfsstoffe eine wichtige Rolle, da sie die Aufnahme im Körper unterstützen und für eine gleichbleibende Qualität sorgen.
Eine transparente Angabe aller Inhaltsstoffe ermöglicht eine sichere Anwendung, insbesondere für Personen mit bekannten Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Bestandteilen.
Wirkstoff: Atorvastatin
Der zentrale Bestandteil des Arzneimittels ist Atorvastatin. Dieser Wirkstoff ist für die cholesterinsenkende Wirkung verantwortlich und wird in unterschiedlichen Dosierungsstärken angeboten, um eine individuelle Anpassung an den jeweiligen Therapiebedarf zu ermöglichen.
Atorvastatin liegt in der Regel als Atorvastatin-Calcium vor, einer stabilen Salzform, die eine zuverlässige Aufnahme im Körper gewährleistet. Die exakt definierte Wirkstoffmenge pro Tablette stellt sicher, dass die Therapie kontrolliert und entsprechend ärztlicher Vorgabe durchgeführt werden kann.
Hilfsstoffe
Neben dem Wirkstoff enthalten die Tabletten verschiedene Hilfsstoffe. Diese dienen unter anderem dazu, die Tablette formstabil zu machen, eine gleichmäßige Wirkstoffverteilung zu gewährleisten und die Haltbarkeit zu sichern. Typische Bestandteile können Füllstoffe, Bindemittel, Überzugsmittel und Stabilisatoren sein.
Der Filmüberzug erleichtert das Schlucken und schützt den Wirkstoff vor äußeren Einflüssen wie Feuchtigkeit oder Licht. Zudem trägt er dazu bei, eine gleichmäßige Freisetzung des Wirkstoffs nach der Einnahme zu unterstützen.
Darreichungsform
Atorvastatin wird üblicherweise in Form von Filmtabletten angeboten. Diese Darreichungsform ermöglicht eine einfache und präzise Dosierung im Alltag. Die Tabletten sind so konzipiert, dass sie unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.
Je nach Hersteller sind unterschiedliche Packungsgrößen verfügbar, um sowohl einen kurzfristigen Bedarf als auch eine langfristige Therapie abzudecken. Die standardisierte Tablettenform unterstützt eine sichere Handhabung und erleichtert die regelmäßige Einnahme im Rahmen einer dauerhaften Behandlung.
Wie ist Atorvastatin einzunehmen?
Die korrekte Einnahme von Atorvastatin ist ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Therapie. Damit die gewünschte Senkung der Cholesterinwerte erreicht wird, sollte das Arzneimittel regelmäßig und entsprechend der ärztlichen Vorgaben angewendet werden. Eine eigenständige Veränderung der Dosierung oder ein Absetzen ohne Rücksprache kann den Therapieerfolg beeinträchtigen.
Die Behandlung mit Atorvastatin ist in der Regel langfristig angelegt. Ziel ist es nicht nur, aktuelle Laborwerte zu verbessern, sondern auch das kardiovaskuläre Risiko dauerhaft zu senken.
Dosierungsempfehlungen
Die Dosierung von Atorvastatin richtet sich nach dem individuellen Risikoprofil, den Ausgangswerten des Cholesterins sowie möglichen Begleiterkrankungen. Zu Beginn der Therapie wird häufig mit einer niedrigeren Dosis gestartet, die bei Bedarf schrittweise angepasst werden kann.
Regelmäßige Blutkontrollen sind wichtig, um die Wirksamkeit zu überprüfen und die Dosis gegebenenfalls anzupassen. Dabei wird insbesondere der LDL-Cholesterinwert beobachtet. Die optimale Dosierung ist erreicht, wenn die individuellen Zielwerte zuverlässig eingehalten werden und das Medikament gut vertragen wird.
Einnahmehinweise
Atorvastatin wird in der Regel einmal täglich eingenommen. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen, sollte jedoch möglichst täglich zur gleichen Uhrzeit stattfinden. Diese Regelmäßigkeit unterstützt eine gleichmäßige Wirkstoffkonzentration im Blut.
Die Tablette wird unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt. Eine gleichzeitige Beibehaltung einer cholesterinbewussten Ernährung und eines gesunden Lebensstils kann die Wirkung der Therapie zusätzlich unterstützen.
Sollte eine Einnahme vergessen werden, wird in der Regel empfohlen, die nächste Dosis wie gewohnt zum vorgesehenen Zeitpunkt einzunehmen, ohne die Menge zu verdoppeln.
Dauer der Anwendung
Atorvastatin ist meist für eine langfristige oder dauerhafte Anwendung vorgesehen. Da erhöhte Cholesterinwerte häufig chronisch bestehen, dient die kontinuierliche Einnahme dazu, das Risiko für Gefäßkomplikationen nachhaltig zu reduzieren.
Ein eigenmächtiges Absetzen kann dazu führen, dass die Cholesterinwerte wieder ansteigen. Daher sollte jede Anpassung der Therapiedauer ausschließlich in Abstimmung mit einer medizinischen Fachperson erfolgen. Regelmäßige ärztliche Kontrollen begleiten die Behandlung und sichern eine optimale Einstellung der Blutfettwerte.
Wie wirkt Atorvastatin?
Die Wirkung von Atorvastatin basiert auf einem gezielten Eingriff in den körpereigenen Cholesterinstoffwechsel. Ziel der Therapie ist es, erhöhte Blutfettwerte zu normalisieren und dadurch das Risiko für arteriosklerotische Veränderungen in den Gefäßen zu verringern. Die pharmakologische Wirkung setzt auf biochemischer Ebene in der Leber an, dem zentralen Organ der Cholesterinproduktion.
Durch die kontinuierliche Einnahme wird eine nachhaltige Senkung bestimmter Cholesterinfraktionen erreicht, was langfristig zur Stabilisierung der Gefäßgesundheit beiträgt.
Hemmung der Cholesterinproduktion
Atorvastatin hemmt gezielt das Enzym HMG-CoA-Reduktase. Dieses Enzym spielt eine entscheidende Rolle bei der körpereigenen Synthese von Cholesterin in der Leber. Wird es blockiert, produziert der Körper weniger Cholesterin.
Als Reaktion auf die verminderte Eigenproduktion erhöht die Leber die Anzahl der LDL-Rezeptoren an ihrer Oberfläche. Diese Rezeptoren binden vermehrt LDL-Cholesterin aus dem Blut und bauen es ab. Dadurch sinkt die Konzentration des sogenannten „schlechten“ Cholesterins im Blutkreislauf.
Verbesserung des Lipidprofils
Neben der deutlichen Senkung des LDL-Cholesterins beeinflusst Atorvastatin auch weitere Blutfettwerte positiv. In vielen Fällen kommt es zu einer Reduktion der Triglyceride. Gleichzeitig kann das HDL-Cholesterin, das als „gutes“ Cholesterin gilt, leicht ansteigen.
Diese Veränderungen im Lipidprofil tragen insgesamt dazu bei, das Gleichgewicht der Blutfette zu verbessern. Eine stabile Senkung des LDL-Wertes ist dabei der zentrale therapeutische Effekt, da erhöhte LDL-Spiegel maßgeblich an der Entstehung von Gefäßablagerungen beteiligt sind.
Gefäßschützende Effekte
Über die reine Cholesterinsenkung hinaus werden Atorvastatin zusätzliche gefäßschützende Eigenschaften zugeschrieben. Studien zeigen, dass Statine entzündliche Prozesse in den Gefäßwänden positiv beeinflussen können. Dadurch wird die Stabilität bestehender Plaques unterstützt und das Risiko für ein plötzliches Aufreißen solcher Ablagerungen reduziert.
Diese stabilisierende Wirkung ist besonders relevant, da instabile Plaques eine häufige Ursache für akute Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall sind. Durch die Kombination aus Lipidsenkung und gefäßschützenden Effekten leistet Atorvastatin einen wichtigen Beitrag zur langfristigen kardiovaskulären Prävention.
Anwendungsgebiete
Atorvastatin wird in verschiedenen klinischen Situationen eingesetzt, in denen eine Senkung erhöhter Blutfettwerte medizinisch angezeigt ist. Ziel der Behandlung ist es, das Fortschreiten von Gefäßveränderungen zu verlangsamen und das Risiko schwerwiegender Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren. Die Anwendung erfolgt dabei stets im Rahmen einer ärztlich begleiteten Therapie und orientiert sich an individuellen Risikofaktoren sowie aktuellen Leitlinien.
Die Indikation ergibt sich nicht allein aus einem erhöhten Laborwert, sondern aus der Gesamtsituation der Patientin oder des Patienten, einschließlich Begleiterkrankungen und familiärer Vorbelastung.
Primäre Hypercholesterinämie
Eine der häufigsten Indikationen für Atorvastatin ist die primäre Hypercholesterinämie. Dabei handelt es sich um erhöhte Cholesterinwerte ohne klar erkennbare sekundäre Ursache. Häufig spielen genetische Faktoren eine Rolle, die zu einer gesteigerten LDL-Konzentration im Blut führen.
Wenn diätetische Maßnahmen und Lebensstiländerungen nicht ausreichen, um die gewünschten Zielwerte zu erreichen, kann Atorvastatin zur Senkung des LDL-Cholesterins eingesetzt werden. Die Therapie trägt dazu bei, langfristige Gefäßschäden zu verhindern und das kardiovaskuläre Risiko zu reduzieren.
Gemischte Dyslipidämie
Bei einer gemischten Dyslipidämie sind sowohl das LDL-Cholesterin als auch die Triglyceride erhöht. Diese Kombination gilt als besonders ungünstig für die Gefäßgesundheit. Atorvastatin kann in solchen Fällen helfen, mehrere Lipidparameter gleichzeitig positiv zu beeinflussen.
Durch die Senkung der atherogenen Blutfette wird das Risiko für arteriosklerotische Veränderungen verringert. Die Behandlung erfolgt in der Regel ergänzend zu diätetischen Maßnahmen und gegebenenfalls weiteren therapeutischen Ansätzen.
Prävention kardiovaskulärer Ereignisse
Neben der Behandlung erhöhter Cholesterinwerte spielt Atorvastatin eine zentrale Rolle in der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es wird sowohl in der Primärprävention bei Personen mit erhöhtem Risiko als auch in der Sekundärprävention nach bereits aufgetretenen Ereignissen eingesetzt.
Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Rauchen oder eine bestehende koronare Herzkrankheit. Durch die konsequente Senkung des LDL-Cholesterins kann die Wahrscheinlichkeit für Herzinfarkt, Schlaganfall oder andere vaskuläre Komplikationen deutlich reduziert werden. Die Anwendung erfolgt dabei stets im Rahmen eines umfassenden Therapiekonzepts zur langfristigen Stabilisierung der Herz-Kreislauf-Gesundheit.
Gegenanzeigen
Wie jedes verschreibungspflichtige Arzneimittel ist auch Atorvastatin nicht für alle Personen geeignet. Vor Beginn der Therapie sollte sorgfältig geprüft werden, ob bestimmte Vorerkrankungen oder besondere Lebensumstände gegen eine Anwendung sprechen. Eine gründliche Anamnese sowie gegebenenfalls Laboruntersuchungen dienen dazu, Risiken zu minimieren und eine sichere Behandlung zu gewährleisten.
Das Vorliegen einer Gegenanzeige bedeutet, dass das Medikament nicht angewendet werden darf oder nur unter strenger ärztlicher Kontrolle eingesetzt werden sollte.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
Eine bekannte Überempfindlichkeit oder allergische Reaktion auf Atorvastatin oder einen der sonstigen Bestandteile der Tabletten stellt eine klare Gegenanzeige dar. Allergische Reaktionen können sich unter anderem durch Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen oder Atembeschwerden äußern.
Treten nach der Einnahme entsprechende Symptome auf, ist umgehend ärztlicher Rat einzuholen. In solchen Fällen muss die Behandlung beendet und gegebenenfalls auf ein alternatives Präparat umgestellt werden.
Lebererkrankungen
Da Atorvastatin hauptsächlich in der Leber verstoffwechselt wird, dürfen Personen mit aktiven Lebererkrankungen das Medikament in der Regel nicht einnehmen. Auch ungeklärte, dauerhaft erhöhte Leberwerte sprechen gegen eine Anwendung, solange keine medizinische Abklärung erfolgt ist.
Vor Beginn der Therapie werden üblicherweise Leberfunktionswerte bestimmt. Während der Behandlung können regelmäßige Kontrollen sinnvoll sein, um mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Bei Anzeichen einer Leberfunktionsstörung ist eine ärztliche Neubewertung der Therapie erforderlich.
Schwangerschaft und Stillzeit
Atorvastatin darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil der fetalen Entwicklung, weshalb eine Hemmung der Cholesterinsynthese potenziell schädlich für das ungeborene Kind sein kann.
Auch während der Stillzeit wird von einer Anwendung abgeraten, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht. Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Therapie eine zuverlässige Empfängnisverhütung anwenden. Bei bestehendem Kinderwunsch oder Eintritt einer Schwangerschaft ist die Behandlung unverzüglich ärztlich zu besprechen.
Nebenwirkungen
Wie bei allen wirksamen Arzneimitteln können auch bei der Einnahme von Atorvastatin Nebenwirkungen auftreten. Nicht jede Person ist betroffen, und in vielen Fällen sind die Beschwerden mild und vorübergehend. Dennoch ist es wichtig, mögliche Reaktionen des Körpers zu kennen, um frühzeitig angemessen reagieren zu können.
Die Häufigkeit und Ausprägung von Nebenwirkungen können von individuellen Faktoren wie Dosierung, Begleiterkrankungen oder gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente abhängen. Regelmäßige ärztliche Kontrollen unterstützen eine sichere und gut verträgliche Anwendung.
Häufige Nebenwirkungen
Zu den häufiger berichteten Nebenwirkungen zählen Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall. Auch Kopfschmerzen oder leichte Schwindelgefühle können auftreten.
Ein weiterer möglicher Effekt sind Muskelbeschwerden, beispielsweise Muskelschmerzen oder ein allgemeines Schwächegefühl. Diese Symptome sind in der Regel mild, sollten jedoch beobachtet und bei anhaltender oder zunehmender Intensität ärztlich abgeklärt werden.
Gelegentliche und seltene Nebenwirkungen
In selteneren Fällen kann es zu erhöhten Leberwerten kommen, die meist im Rahmen von Routinekontrollen festgestellt werden. Aus diesem Grund werden während der Therapie in bestimmten Abständen Blutuntersuchungen empfohlen.
Sehr selten können schwerwiegendere Muskelreaktionen auftreten, wie eine ausgeprägte Myopathie oder in extrem seltenen Fällen eine Rhabdomyolyse. Typische Warnzeichen sind starke Muskelschmerzen, ungewöhnliche Muskelschwäche oder dunkel gefärbter Urin. Solche Symptome erfordern eine sofortige medizinische Abklärung.
Was tun bei Nebenwirkungen?
Treten Beschwerden auf, sollte die Situation ärztlich beurteilt werden. In vielen Fällen kann eine Anpassung der Dosierung oder ein Wechsel des Präparats ausreichend sein, um die Verträglichkeit zu verbessern.
Ein eigenständiges Absetzen der Therapie ohne Rücksprache ist nicht empfehlenswert, da dies zu einem erneuten Anstieg der Cholesterinwerte führen kann. Eine offene Kommunikation mit medizinischem Fachpersonal trägt dazu bei, Nutzen und mögliche Risiken der Behandlung sorgfältig gegeneinander abzuwägen und die Therapie individuell anzupassen.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Im Zusammenhang mit der Behandlung erhöhter Cholesterinwerte entstehen häufig Fragen zur richtigen Dosierung und zur individuellen Anpassung der Therapie. Die folgenden Antworten geben einen Überblick über typische Anwendungsszenarien und helfen, ein besseres Verständnis für die unterschiedlichen Wirkstärken zu entwickeln.
Welche Dosierung ist die richtige: atorvastatin 10 mg, atorvastatin 20 mg oder atorvastatin 40 mg?
Die Wahl zwischen atorvastatin 10 mg, atorvastatin 20 mg oder atorvastatin 40 mg hängt in erster Linie von den aktuellen Cholesterinwerten und dem persönlichen kardiovaskulären Risiko ab. Zu Beginn der Therapie wird häufig eine niedrigere Dosierung gewählt, um die individuelle Verträglichkeit zu prüfen und die Wirkung schrittweise zu beurteilen.
Bei höheren Ausgangswerten oder einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann eine stärkere Dosierung erforderlich sein. Die genaue Festlegung erfolgt im Rahmen einer ärztlichen Beurteilung und wird regelmäßig anhand von Blutwerten überprüft.
Wann wird atorvastatin 20 mg typischerweise verschrieben?
atorvastatin 20 mg wird häufig eingesetzt, wenn eine moderate Senkung des LDL-Cholesterins erforderlich ist. Diese Dosierung eignet sich für Patientinnen und Patienten, bei denen eine niedrigere Anfangsdosis nicht ausreichend wirksam war oder bei denen von Beginn an ein mittleres Risikoprofil vorliegt.
Im Verlauf der Behandlung wird kontrolliert, ob die angestrebten Zielwerte erreicht werden. Falls notwendig, kann die Dosis angepasst werden, um eine optimale Einstellung der Blutfettwerte sicherzustellen.
Für wen eignet sich atorvastatin 40 mg?
atorvastatin 40 mg kommt in der Regel bei Personen mit deutlich erhöhten Cholesterinwerten oder einem hohen kardiovaskulären Risiko zum Einsatz. Dazu zählen beispielsweise Patientinnen und Patienten mit bestehender koronarer Herzkrankheit, Diabetes mellitus oder einer ausgeprägten familiären Vorbelastung.
Die höhere Dosierung ermöglicht eine stärkere Senkung des LDL-Cholesterins. Aufgrund der intensiveren Wirkung erfolgt die Anwendung unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle, um Wirksamkeit und Verträglichkeit zu überwachen.
Reicht atorvastatin 10 mg bei leicht erhöhtem Cholesterin aus?
atorvastatin 10 mg wird häufig als Einstiegstherapie bei leicht bis moderat erhöhten Cholesterinwerten eingesetzt. Bei vielen Betroffenen kann diese Dosierung bereits ausreichen, um die angestrebten Zielwerte zu erreichen, insbesondere wenn zusätzlich Lebensstilmaßnahmen umgesetzt werden.
Sollten die Werte trotz dieser Dosis nicht ausreichend sinken, kann im weiteren Verlauf eine Anpassung vorgenommen werden. Die Entscheidung basiert stets auf individuellen Laborergebnissen und dem Gesamtprofil der Patientin oder des Patienten.
Kann man zwischen atorvastatin 10 mg, atorvastatin 20 mg und atorvastatin 40 mg wechseln?
Ein Wechsel zwischen atorvastatin 10 mg, atorvastatin 20 mg und atorvastatin 40 mg ist grundsätzlich möglich, sollte jedoch ausschließlich in Abstimmung mit einer medizinischen Fachperson erfolgen. Die Anpassung erfolgt meist schrittweise, um die bestmögliche Balance zwischen Wirksamkeit und Verträglichkeit zu erreichen.
Regelmäßige Blutuntersuchungen dienen dazu, die Wirkung zu kontrollieren und eventuelle Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen. Auf dieser Basis kann die Dosierung individuell optimiert werden.
Dr. Anja Keller ist Fachärztin für Allgemeinmedizin mit besonderem Schwerpunkt auf der Behandlung von Hypercholesterinämie und Fettstoffwechselstörungen. Sie studierte Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und promovierte im Bereich kardiovaskuläre Prävention. Ihre Weiterbildung zur Fachärztin absolvierte sie am Klinikum Region Hannover sowie in einer akademischen Lehrpraxis für Allgemeinmedizin in Hannover-Linden. Im Rahmen ihrer Tätigkeit spezialisierte sie sich auf moderne Lipidtherapie, individuelle Risikostratifizierung und leitliniengerechte medikamentöse Behandlung mit Statinen und weiteren lipidsenkenden Therapien. Heute führt Dr. Keller eine hausärztliche Praxis in Hannover, in der sie Patientinnen und Patienten langfristig in der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen begleitet. In ihrer täglichen Arbeit kombiniert Dr. Keller fundierte Labordiagnostik, kardiovaskuläre Risikoanalyse und persönliche Lebensstilberatung mit einer individuell abgestimmten medikamentösen Therapie. Sie ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) und engagiert sich regelmäßig in Fortbildungen zur Präventionsmedizin und Lipidtherapie. Neben ihrer Facharztanerkennung führt sie die Zusatzqualifikation „Präventivmedizin“ der Ärztekammer Niedersachsen. Als Ausdruck ihrer ärztlichen Verantwortung trägt sie den weißen Arztkittel mit Namensschild und Facharzturkunde.Verifiziert und entwickelt von Dr. Anja Keller


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