Was ist Etoricoxib?
Etoricoxib ist ein moderner, verschreibungspflichtiger Wirkstoff aus der Gruppe der selektiven COX-2-Hemmer, auch Coxibe genannt. Er wird zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen eingesetzt, insbesondere bei Erkrankungen des Bewegungsapparates. Durch seine gezielte Wirkweise stellt Etoricoxib eine Weiterentwicklung klassischer nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR) dar und wird vor allem dann eingesetzt, wenn eine effektive und gleichzeitig möglichst gut verträgliche Schmerztherapie erforderlich ist.
Im klinischen Alltag hat sich Etoricoxib als fester Bestandteil der entzündungshemmenden Therapie etabliert. Der Wirkstoff wird in Tablettenform angewendet und zeichnet sich durch eine einmal tägliche Einnahme aus, was die Therapie im Alltag erleichtert.
Überblick über den Wirkstoff
Etoricoxib gehört zur Arzneimittelklasse der selektiven Cyclooxygenase-2-Hemmer. Das Enzym Cyclooxygenase (COX) ist an der Bildung von Prostaglandinen beteiligt, die im Körper eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Schmerz, Entzündung und Fieber spielen. Während herkömmliche NSAR sowohl COX-1 als auch COX-2 hemmen, wirkt Etoricoxib gezielt auf COX-2.
Diese Selektivität ist entscheidend für das Wirkprofil des Arzneimittels. COX-2 wird vor allem bei entzündlichen Prozessen verstärkt gebildet, während COX-1 unter anderem für den Schutz der Magenschleimhaut verantwortlich ist. Durch die gezielte Hemmung von COX-2 kann Etoricoxib Schmerzen und Entzündungen reduzieren, ohne das COX-1-Enzym in gleichem Maße zu beeinflussen. Dies unterscheidet den Wirkstoff deutlich von klassischen Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Diclofenac.
Etoricoxib wurde speziell entwickelt, um eine effektive Schmerzlinderung bei gleichzeitig verbesserter Magenverträglichkeit zu ermöglichen. Dennoch bleibt die individuelle Risikoabwägung ein wichtiger Bestandteil jeder Therapieentscheidung.
Einsatz in der Schmerztherapie
In der Schmerztherapie wird Etoricoxib sowohl bei chronischen als auch bei akuten entzündlich bedingten Beschwerden eingesetzt. Besonders häufig findet der Wirkstoff Anwendung bei Erkrankungen wie Arthrose, rheumatoider Arthritis oder Morbus Bechterew. Auch bei akuten Gichtanfällen oder bestimmten postoperativen Schmerzen kann Etoricoxib verordnet werden.
Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu reduzieren und die Beweglichkeit zu verbessern. Gerade bei chronischen Gelenkerkrankungen trägt eine wirksame Entzündungshemmung maßgeblich zur Lebensqualität bei. Durch die einmal tägliche Einnahme lässt sich die Therapie unkompliziert in den Alltag integrieren, was die Therapietreue zusätzlich unterstützen kann.
Etoricoxib ist kein reines Schmerzmittel, sondern wirkt direkt an den entzündlichen Prozessen, die den Beschwerden zugrunde liegen. Dadurch eignet sich der Wirkstoff besonders für Patientinnen und Patienten, bei denen Schmerzen mit einer aktiven Entzündungsreaktion verbunden sind.
Zusammensetzung
Die Zusammensetzung von Etoricoxib-Tabletten ist sorgfältig auf Wirksamkeit, Stabilität und Verträglichkeit abgestimmt. Neben dem eigentlichen Wirkstoff enthält das Arzneimittel verschiedene Hilfsstoffe, die für die Formgebung, Haltbarkeit und optimale Aufnahme im Körper notwendig sind. Eine transparente Kenntnis der Bestandteile ist insbesondere für Patientinnen und Patienten mit Allergien oder Unverträglichkeiten von Bedeutung.
Wirkstoff
Der therapeutisch wirksame Bestandteil ist Etoricoxib. Dieser selektive COX-2-Hemmer ist für die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung verantwortlich. Je nach therapeutischem Bedarf ist der Wirkstoff in unterschiedlichen Dosierungsstärken erhältlich, wodurch eine individuelle Anpassung an das jeweilige Beschwerdebild möglich wird.
Etoricoxib wird in Form von Filmtabletten angeboten. Die Tabletten sind so konzipiert, dass der Wirkstoff nach der Einnahme zuverlässig freigesetzt und über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen wird. Die standardisierte Herstellung gewährleistet eine gleichbleibende Wirkstoffmenge pro Tablette und damit eine präzise Dosierung.
Hilfsstoffe
Neben dem Wirkstoff enthalten Etoricoxib-Tabletten verschiedene Hilfsstoffe. Diese erfüllen unterschiedliche Funktionen: Sie sorgen für die notwendige Stabilität der Tablette, unterstützen die Formgebung während der Produktion und ermöglichen eine gleichmäßige Wirkstoffverteilung.
Zu den typischen Hilfsstoffen zählen Füllstoffe, Bindemittel, Überzugsmittel und gegebenenfalls Farbstoffe. Der Filmüberzug dient unter anderem dazu, den Wirkstoff vor äußeren Einflüssen zu schützen, die Schluckbarkeit zu verbessern und einen neutralen Geschmack zu gewährleisten.
Obwohl Hilfsstoffe pharmakologisch in der Regel keine eigene therapeutische Wirkung besitzen, können sie bei empfindlichen Personen relevant sein. Daher ist ein Blick in die vollständige Zusammensetzung sinnvoll, insbesondere bei bekannten Allergien oder speziellen Ernährungsanforderungen.
Wie wird Etoricoxib eingenommen?
Die korrekte Einnahme von Etoricoxib ist entscheidend für eine sichere und wirksame Behandlung. Die Dosierung richtet sich nach der jeweiligen Erkrankung, der Intensität der Beschwerden sowie nach individuellen Faktoren wie Alter und Begleiterkrankungen. Eine ärztliche Empfehlung bildet stets die Grundlage der Anwendung.
Dosierungsempfehlungen
Die Dosierung von Etoricoxib wird abhängig vom Anwendungsgebiet festgelegt. Bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates kommen in der Regel niedrigere bis mittlere Dosierungen zum Einsatz, während bei akuten, stark ausgeprägten Schmerzen unter Umständen höhere Dosierungen für einen begrenzten Zeitraum verordnet werden.
Grundsätzlich gilt das Prinzip der niedrigsten wirksamen Dosis über den kürzest möglichen Zeitraum. Dadurch soll das Risiko für unerwünschte Wirkungen minimiert werden. Eine eigenständige Anpassung der Dosis ohne Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal ist nicht empfehlenswert.
Bei bestimmten Patientengruppen, beispielsweise bei eingeschränkter Leberfunktion, kann eine reduzierte Dosierung erforderlich sein. Auch Begleitmedikationen können Einfluss auf die empfohlene Tagesdosis haben.
Art der Einnahme
Etoricoxib wird in Form von Tabletten eingenommen. Die Tablette sollte unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit, vorzugsweise einem Glas Wasser, geschluckt werden. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen, da die Nahrungsaufnahme die Wirksamkeit in der Regel nicht wesentlich beeinflusst.
Da Etoricoxib üblicherweise einmal täglich angewendet wird, empfiehlt es sich, die Einnahme möglichst jeden Tag zur gleichen Uhrzeit vorzunehmen. Dies unterstützt eine gleichmäßige Wirkstoffkonzentration im Körper und erleichtert die Integration in den Alltag.
Wichtige Anwendungshinweise
Die Dauer der Anwendung hängt von der Art der Erkrankung ab. Während bei akuten Beschwerden oft eine kurzzeitige Therapie ausreichend ist, kann bei chronischen Erkrankungen eine längerfristige Behandlung notwendig sein. Regelmäßige ärztliche Kontrollen sind dabei sinnvoll, um Wirksamkeit und Verträglichkeit zu überprüfen.
Wird eine Einnahme vergessen, sollte nicht die doppelte Menge eingenommen werden, um die versäumte Dosis auszugleichen. Stattdessen wird die nächste Tablette zum vorgesehenen Zeitpunkt eingenommen.
Vor Beginn der Behandlung sollte geprüft werden, ob gleichzeitig andere entzündungshemmende Schmerzmittel oder bestimmte Herz-Kreislauf-Medikamente angewendet werden, da Wechselwirkungen möglich sind. Eine vollständige Information des behandelnden Arztes oder Apothekers über alle eingenommenen Arzneimittel trägt zur sicheren Anwendung bei.
Wie wirkt Etoricoxib?
Die Wirkung von Etoricoxib basiert auf einem gezielten Eingriff in die Entstehung von Entzündungsreaktionen im Körper. Als selektiver COX-2-Hemmer beeinflusst der Wirkstoff bestimmte biochemische Prozesse, die maßgeblich an der Entwicklung von Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen beteiligt sind. Durch diesen spezifischen Mechanismus kann eine effektive Linderung entzündlich bedingter Beschwerden erreicht werden.
Wirkmechanismus
Im menschlichen Körper spielen sogenannte Prostaglandine eine zentrale Rolle bei der Vermittlung von Schmerz- und Entzündungsreaktionen. Diese Botenstoffe werden mithilfe des Enzyms Cyclooxygenase gebildet, das in zwei Hauptformen vorkommt: COX-1 und COX-2.
COX-2 wird insbesondere bei entzündlichen Prozessen verstärkt aktiviert. Etoricoxib hemmt gezielt dieses Enzym und reduziert dadurch die Bildung entzündungsfördernder Prostaglandine. Infolgedessen nehmen Schmerzempfinden, Schwellung und lokale Entzündungszeichen ab.
Im Gegensatz zu nichtselektiven NSAR beeinflusst Etoricoxib das COX-1-Enzym deutlich weniger. Da COX-1 unter anderem für den Schutz der Magenschleimhaut verantwortlich ist, ergibt sich aus dieser Selektivität ein differenziertes Wirkprofil, das in bestimmten klinischen Situationen von Vorteil sein kann.
Wirkung auf Schmerz und Entzündung
Durch die Verringerung der Prostaglandinproduktion wirkt Etoricoxib sowohl schmerzlindernd als auch entzündungshemmend. Schmerzen, die durch entzündliche Prozesse in Gelenken oder Geweben entstehen, können spürbar reduziert werden. Gleichzeitig trägt die Hemmung der Entzündungsreaktion dazu bei, Schwellungen und Rötungen zu verringern.
Bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates kann die regelmäßige Anwendung zu einer verbesserten Beweglichkeit und einer höheren Belastbarkeit im Alltag führen. Auch bei akuten entzündlichen Schüben steht die schnelle Reduktion von Schmerz und Entzündungsaktivität im Vordergrund.
Die Wirkung setzt in der Regel innerhalb weniger Stunden nach der Einnahme ein und hält aufgrund der langen Halbwertszeit des Wirkstoffs über einen Zeitraum von 24 Stunden an. Dies ermöglicht eine einmal tägliche Dosierung.
Vorteile der selektiven COX-2-Hemmung
Die gezielte Hemmung von COX-2 stellt einen wesentlichen Unterschied zu klassischen entzündungshemmenden Schmerzmitteln dar. Durch die selektive Wirkweise wird das Risiko bestimmter Magen-Darm-Beschwerden im Vergleich zu nichtselektiven NSAR unter Umständen reduziert, da die schützende Funktion von COX-1 weniger stark beeinträchtigt wird.
Dennoch ist auch bei selektiven COX-2-Hemmern eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen Vorerkrankungen. Die selektive Wirkweise bietet therapeutische Vorteile, ersetzt jedoch nicht die sorgfältige medizinische Begleitung der Behandlung.
Wie wirkt Etoricoxib?
Die Wirkung von Etoricoxib basiert auf einem gezielten Eingriff in die Entstehung von Entzündungsreaktionen im Körper. Als selektiver COX-2-Hemmer beeinflusst der Wirkstoff bestimmte biochemische Prozesse, die maßgeblich an der Entwicklung von Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen beteiligt sind. Durch diesen spezifischen Mechanismus kann eine effektive Linderung entzündlich bedingter Beschwerden erreicht werden.
Wirkmechanismus
Im menschlichen Körper spielen sogenannte Prostaglandine eine zentrale Rolle bei der Vermittlung von Schmerz- und Entzündungsreaktionen. Diese Botenstoffe werden mithilfe des Enzyms Cyclooxygenase gebildet, das in zwei Hauptformen vorkommt: COX-1 und COX-2.
COX-2 wird insbesondere bei entzündlichen Prozessen verstärkt aktiviert. Etoricoxib hemmt gezielt dieses Enzym und reduziert dadurch die Bildung entzündungsfördernder Prostaglandine. Infolgedessen nehmen Schmerzempfinden, Schwellung und lokale Entzündungszeichen ab.
Im Gegensatz zu nichtselektiven NSAR beeinflusst Etoricoxib das COX-1-Enzym deutlich weniger. Da COX-1 unter anderem für den Schutz der Magenschleimhaut verantwortlich ist, ergibt sich aus dieser Selektivität ein differenziertes Wirkprofil, das in bestimmten klinischen Situationen von Vorteil sein kann.
Wirkung auf Schmerz und Entzündung
Durch die Verringerung der Prostaglandinproduktion wirkt Etoricoxib sowohl schmerzlindernd als auch entzündungshemmend. Schmerzen, die durch entzündliche Prozesse in Gelenken oder Geweben entstehen, können spürbar reduziert werden. Gleichzeitig trägt die Hemmung der Entzündungsreaktion dazu bei, Schwellungen und Rötungen zu verringern.
Bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates kann die regelmäßige Anwendung zu einer verbesserten Beweglichkeit und einer höheren Belastbarkeit im Alltag führen. Auch bei akuten entzündlichen Schüben steht die schnelle Reduktion von Schmerz und Entzündungsaktivität im Vordergrund.
Die Wirkung setzt in der Regel innerhalb weniger Stunden nach der Einnahme ein und hält aufgrund der langen Halbwertszeit des Wirkstoffs über einen Zeitraum von 24 Stunden an. Dies ermöglicht eine einmal tägliche Dosierung.
Vorteile der selektiven COX-2-Hemmung
Die gezielte Hemmung von COX-2 stellt einen wesentlichen Unterschied zu klassischen entzündungshemmenden Schmerzmitteln dar. Durch die selektive Wirkweise wird das Risiko bestimmter Magen-Darm-Beschwerden im Vergleich zu nichtselektiven NSAR unter Umständen reduziert, da die schützende Funktion von COX-1 weniger stark beeinträchtigt wird.
Dennoch ist auch bei selektiven COX-2-Hemmern eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen Vorerkrankungen. Die selektive Wirkweise bietet therapeutische Vorteile, ersetzt jedoch nicht die sorgfältige medizinische Begleitung der Behandlung.
Gegenanzeigen
Wie jedes wirksame Arzneimittel ist auch Etoricoxib nicht für alle Patientinnen und Patienten geeignet. Bestimmte Vorerkrankungen oder Risikofaktoren können gegen eine Anwendung sprechen oder erfordern besondere Vorsicht. Vor Beginn der Behandlung sollte daher stets geprüft werden, ob Gegenanzeigen vorliegen, um mögliche gesundheitliche Risiken zu minimieren.
Absolute Gegenanzeigen
Etoricoxib darf nicht eingenommen werden, wenn eine bekannte Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile besteht. Allergische Reaktionen können sich unter anderem durch Hautausschlag, Atembeschwerden oder Schwellungen äußern und erfordern eine sofortige medizinische Abklärung.
Ebenfalls ausgeschlossen ist die Anwendung bei schweren Leber- oder Nierenerkrankungen, da der Wirkstoff über diese Organe verstoffwechselt beziehungsweise ausgeschieden wird. Eine eingeschränkte Organfunktion kann zu einer erhöhten Wirkstoffkonzentration im Körper führen.
Patientinnen und Patienten mit bestehenden schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie einer ausgeprägten Herzinsuffizienz, koronarer Herzkrankheit oder nach einem Schlaganfall, dürfen Etoricoxib in der Regel nicht anwenden. Da selektive COX-2-Hemmer das Risiko für thrombotische Ereignisse erhöhen können, ist bei diesen Vorerkrankungen besondere Zurückhaltung geboten.
Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit ist die Anwendung kontraindiziert, da mögliche Risiken für das ungeborene oder gestillte Kind nicht ausgeschlossen werden können.
Relative Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen
In bestimmten Fällen ist eine Anwendung grundsätzlich möglich, erfordert jedoch eine sorgfältige ärztliche Überwachung. Dazu zählen Patientinnen und Patienten mit Bluthochdruck, da Etoricoxib zu einem Anstieg des Blutdrucks beitragen kann. Eine regelmäßige Kontrolle der Blutdruckwerte ist in solchen Fällen sinnvoll.
Bei bestehenden Magen-Darm-Erkrankungen, insbesondere bei früheren Geschwüren oder Blutungen, sollte die Therapie mit Vorsicht erfolgen. Obwohl Etoricoxib selektiv wirkt, kann das Risiko gastrointestinaler Komplikationen nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Auch bei leichter bis mäßiger Leber- oder Nierenfunktionsstörung ist unter Umständen eine Dosisanpassung erforderlich. Zudem können Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, beispielsweise bestimmten Gerinnungshemmern, Diuretika oder blutdrucksenkenden Mitteln, auftreten. Eine vollständige Anamnese aller eingenommenen Medikamente ist daher vor Therapiebeginn essenziell.
Die individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung bildet die Grundlage jeder Entscheidung für oder gegen eine Behandlung mit Etoricoxib.
Nebenwirkungen
Wie bei allen wirksamen Arzneimitteln können auch bei der Anwendung von Etoricoxib Nebenwirkungen auftreten. Nicht jede Patientin und nicht jeder Patient ist davon betroffen, dennoch ist es wichtig, mögliche unerwünschte Wirkungen zu kennen. Art und Häufigkeit hängen unter anderem von der Dosierung, der Dauer der Anwendung sowie von individuellen Risikofaktoren ab.
Häufige Nebenwirkungen
Zu den häufiger berichteten Nebenwirkungen zählen Kopfschmerzen, Schwindel und allgemeines Unwohlsein. Auch Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Verdauungsstörungen oder Durchfall können auftreten. Trotz der selektiven Wirkweise auf COX-2 ist eine Reizung des Magen-Darm-Trakts nicht vollständig ausgeschlossen.
Ein weiterer möglicher Effekt ist ein Anstieg des Blutdrucks. Besonders bei Personen mit bereits bestehender Hypertonie sollten die Blutdruckwerte regelmäßig kontrolliert werden. Flüssigkeitseinlagerungen, insbesondere in den Beinen oder Knöcheln, können ebenfalls beobachtet werden.
Gelegentliche und seltene Nebenwirkungen
In selteneren Fällen können schwerwiegendere Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören Herz-Kreislauf-Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, insbesondere bei längerer Anwendung oder bei bestehenden Risikofaktoren. Aus diesem Grund ist eine sorgfältige ärztliche Überwachung bei gefährdeten Personen erforderlich.
Auch Leberfunktionsstörungen sind möglich. Hinweise darauf können erhöhte Leberwerte, Gelbsucht oder ungewöhnliche Müdigkeit sein. In sehr seltenen Fällen wurden schwere Hautreaktionen oder allergische Reaktionen beschrieben, die eine sofortige medizinische Behandlung notwendig machen.
Veränderungen der Nierenfunktion können ebenfalls auftreten, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit bereits eingeschränkter Nierenleistung oder bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter anderer Medikamente.
Umgang mit Nebenwirkungen
Treten während der Behandlung ungewöhnliche oder belastende Beschwerden auf, sollte eine medizinische Abklärung erfolgen. Insbesondere bei Symptomen wie Brustschmerzen, plötzlicher Atemnot, starken Hautreaktionen oder anhaltenden Magen-Darm-Beschwerden ist eine zeitnahe ärztliche Beurteilung wichtig.
Die Anwendung von Etoricoxib sollte stets in der niedrigsten wirksamen Dosis und für die kürzest notwendige Dauer erfolgen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen, insbesondere bei langfristiger Therapie, tragen dazu bei, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und die Behandlung bei Bedarf anzupassen.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Im Folgenden finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um die Anwendung, Dosierung und Wirksamkeit von Etoricoxib. Die Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung.
Wofür wird etoricoxib 90 mg eingesetzt?
etoricoxib 90 mg wird häufig bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis oder Morbus Bechterew eingesetzt. Diese Dosierung eignet sich in vielen Fällen zur kontinuierlichen Behandlung chronischer Entzündungsprozesse, bei denen eine wirksame und zugleich praktikable Langzeittherapie erforderlich ist.
Die konkrete Dosierung richtet sich jedoch immer nach dem individuellen Krankheitsbild, der Schwere der Beschwerden sowie möglichen Begleiterkrankungen. Eine ärztliche Empfehlung ist daher maßgeblich für die Wahl der geeigneten Wirkstärke.
Wann ist etoricoxib 60 mg ausreichend?
etoricoxib 60 mg wird häufig bei Arthrose oder milderen entzündlich bedingten Schmerzen angewendet. Diese Dosierung kann ausreichend sein, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern, insbesondere wenn eine langfristige Therapie vorgesehen ist.
Das Prinzip der niedrigsten wirksamen Dosis spielt hierbei eine wichtige Rolle. Ziel ist es, eine ausreichende Symptomkontrolle zu erreichen und gleichzeitig das Risiko möglicher Nebenwirkungen möglichst gering zu halten.
In welchen Fällen wird etoricoxib 120 eingesetzt?
etoricoxib 120 wird in der Regel bei akuten, stark ausgeprägten Schmerzen eingesetzt, beispielsweise bei einem akuten Gichtanfall. Diese höhere Dosierung ist üblicherweise für eine kurzfristige Anwendung vorgesehen.
Aufgrund der höheren Wirkstoffmenge erfolgt die Einnahme meist über einen begrenzten Zeitraum. Eine längerfristige Anwendung dieser Dosierung sollte nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen, um potenzielle Risiken angemessen zu berücksichtigen.
Wie schnell tritt die Wirkung von Etoricoxib ein?
Die schmerzlindernde Wirkung von Etoricoxib setzt in der Regel innerhalb weniger Stunden nach der Einnahme ein. Viele Patientinnen und Patienten berichten von einer spürbaren Besserung der Beschwerden am selben Tag.
Die maximale entzündungshemmende Wirkung kann je nach Erkrankung und individueller Reaktion etwas Zeit in Anspruch nehmen. Faktoren wie Dosierung, Art der Erkrankung und allgemeiner Gesundheitszustand beeinflussen den Wirkeintritt.
Kann Etoricoxib dauerhaft eingenommen werden?
Eine dauerhafte Einnahme ist bei bestimmten chronischen Erkrankungen möglich, sofern sie medizinisch angezeigt ist. In solchen Fällen erfolgt die Behandlung unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle, um Wirksamkeit und Verträglichkeit zu überwachen.
Besonders bei langfristiger Anwendung sind regelmäßige Kontrollen von Blutdruck, Leber- und Nierenwerten sinnvoll. Die Therapie sollte stets individuell angepasst und in angemessenen Abständen überprüft werden.
Dr. Ulrike Hansen ist Fachärztin für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Rheumatologie und besonderer Spezialisierung auf die Behandlung entzündlicher Arthritis-Erkrankungen, darunter rheumatoide Arthritis und Psoriasis-Arthritis. Sie studierte Humanmedizin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und promovierte im Bereich autoimmuner Gelenkerkrankungen. Ihre Facharztausbildung absolvierte sie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Campus Kiel) in der Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie. Dort vertiefte sie ihre Expertise in moderner Basistherapie (DMARDs), Biologika-Therapie und individueller Schmerzbehandlung bei chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen. Heute ist Dr. Hansen als Oberärztin in einer rheumatologischen Schwerpunktklinik in Lübeck tätig. In ihrer täglichen Praxis verbindet Dr. Hansen präzise Labordiagnostik, hochauflösende Gelenksonographie und leitliniengerechte medikamentöse Therapie mit einer langfristigen Betreuung ihrer Patientinnen und Patienten. Sie ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) und engagiert sich regelmäßig in Fortbildungen zu innovativen Therapieverfahren bei Arthritis. Neben ihrer Facharztanerkennung führt sie die Zusatzbezeichnung Rheumatologie der Ärztekammer Schleswig-Holstein. Als Zeichen ihrer ärztlichen Verantwortung trägt sie den weißen Arztkittel mit Namensschild, Facharzturkunde und Kammeremblem.Verifiziert und entwickelt von Dr. Ulrike Hansen


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