Was ist Torasemid?
Torasemid ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel aus der Gruppe der Schleifendiuretika. Es wird zur Behandlung von Erkrankungen eingesetzt, bei denen sich überschüssige Flüssigkeit im Körper ansammelt oder der Blutdruck gesenkt werden soll. Durch seine gezielte Wirkung auf die Nieren unterstützt Torasemid die Ausscheidung von Wasser und Salzen und trägt so zur Entlastung des Herz-Kreislauf-Systems bei.
Das Medikament wird seit vielen Jahren erfolgreich in der kardiologischen und internistischen Therapie verwendet und ist ein fester Bestandteil moderner Behandlungsstrategien bei bestimmten chronischen Erkrankungen.
Arzneimittelklasse und Wirkstoffgruppe
Torasemid gehört zur Gruppe der sogenannten Schleifendiuretika. Diese Arzneimittel wirken in einem bestimmten Abschnitt der Niere, der sogenannten Henle-Schleife. Dort hemmen sie gezielt die Rückresorption von Natrium und Chlorid, was zu einer verstärkten Wasserausscheidung führt.
Im Vergleich zu anderen Diuretika, wie etwa Thiaziden, zeichnet sich Torasemid durch eine starke und zugleich kontrollierbare Wirkung aus. Es wird insbesondere dann eingesetzt, wenn eine ausgeprägte entwässernde Wirkung erforderlich ist. Aufgrund seiner pharmakologischen Eigenschaften ermöglicht es eine zuverlässige Reduktion von Flüssigkeitsansammlungen im Körper.
Anwendungsgebiete im Überblick
Torasemid wird vor allem bei Erkrankungen angewendet, die mit Ödemen, also krankhaften Flüssigkeitseinlagerungen, einhergehen. Diese können beispielsweise im Rahmen einer Herzschwäche auftreten, wenn das Herz nicht mehr ausreichend in der Lage ist, das Blut effektiv durch den Körper zu pumpen.
Darüber hinaus kommt Torasemid auch bei bestimmten Formen von Bluthochdruck zum Einsatz. In solchen Fällen dient es dazu, das zirkulierende Blutvolumen zu verringern und dadurch den Druck in den Blutgefäßen zu senken. Die konkrete Anwendung und Dosierung richten sich stets nach der individuellen medizinischen Situation.
Bedeutung in der modernen Therapie
In der heutigen medizinischen Praxis hat Torasemid einen festen Stellenwert in der Behandlung von Herzinsuffizienz und anderen internistischen Erkrankungen mit Flüssigkeitsretention. Durch seine zuverlässige Wirkung und gute Steuerbarkeit wird es häufig langfristig eingesetzt, wenn eine kontinuierliche Entlastung des Körpers erforderlich ist.
Ein Vorteil von Torasemid liegt in seiner vergleichsweise langen Wirkdauer und der guten oralen Bioverfügbarkeit. Dadurch kann es in vielen Fällen einmal täglich eingenommen werden, was die Therapietreue unterstützt. In Kombination mit anderen Arzneimitteln kann Torasemid gezielt in individuelle Therapiekonzepte integriert werden und trägt so zu einer stabilen Krankheitskontrolle bei.
Zusammensetzung
Die Zusammensetzung eines Arzneimittels ist entscheidend für seine Wirksamkeit, Verträglichkeit und sichere Anwendung. Torasemid wird in Tablettenform angeboten und enthält neben dem eigentlichen Wirkstoff weitere Bestandteile, die für Stabilität, Haltbarkeit und eine gleichmäßige Wirkstofffreisetzung sorgen.
Ein genaues Verständnis der Inhaltsstoffe ist insbesondere für Patientinnen und Patienten wichtig, die unter Allergien oder Unverträglichkeiten leiden.
Wirkstoff
Der arzneilich wirksame Bestandteil ist Torasemid. Dieser Stoff gehört zur Gruppe der Schleifendiuretika und ist für die entwässernde Wirkung verantwortlich. Die Wirkung basiert auf einer gezielten Beeinflussung bestimmter Transportmechanismen in der Niere, wodurch die Ausscheidung von Natrium, Chlorid und Wasser erhöht wird.
Torasemid ist in unterschiedlichen Wirkstärken erhältlich, sodass die Dosierung individuell an die jeweilige Erkrankung und den Schweregrad angepasst werden kann. Die genaue Stärke und Einnahmemenge werden vom behandelnden Arzt festgelegt.
Hilfsstoffe
Neben dem Wirkstoff enthält jede Tablette verschiedene Hilfsstoffe. Diese sind notwendig, um dem Arzneimittel seine feste Form zu geben, die Stabilität zu gewährleisten und eine gleichmäßige Verteilung des Wirkstoffs sicherzustellen.
Zu den typischen Hilfsstoffen zählen beispielsweise Füllstoffe, Bindemittel, Zerfallsmittel und Überzugsmaterialien. In einigen Präparaten kann auch Lactose enthalten sein, was für Menschen mit einer Lactoseintoleranz relevant sein kann. Die vollständige Liste der Hilfsstoffe ist in der jeweiligen Packungsbeilage aufgeführt und sollte bei bekannten Unverträglichkeiten sorgfältig geprüft werden.
Darreichungsform und Packungsgrößen
Torasemid wird in der Regel als Tablette zur oralen Einnahme angeboten. Die Tabletten sind so konzipiert, dass sie einfach mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt werden können. Je nach Hersteller können sie teilbar sein, was eine flexible Anpassung der Dosis ermöglicht, sofern dies ärztlich vorgesehen ist.
Die verfügbaren Packungsgrößen variieren und orientieren sich häufig an der Dauer der vorgesehenen Therapie. Kleinere Packungen eignen sich für den Therapiebeginn oder kurzfristige Anwendungen, während größere Packungen häufig bei langfristiger Behandlung eingesetzt werden. Die Auswahl der passenden Packungsgröße sollte stets im Einklang mit der ärztlichen Verordnung erfolgen.
Wie nimmt man Torasemid ein?
Die korrekte Einnahme von Torasemid ist entscheidend für eine sichere und effektive Therapie. Die Dosierung und Anwendungsdauer richten sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung, dem Schweregrad der Symptome sowie individuellen Faktoren wie Alter und Begleiterkrankungen. Eine ärztliche Anweisung ist daher stets maßgeblich für die konkrete Anwendung.
Dosierung
Die Dosierung von Torasemid wird individuell festgelegt. In der Regel beginnt die Behandlung mit einer niedrigen Dosis, die bei Bedarf schrittweise angepasst werden kann. Ziel ist es, eine ausreichende entwässernde Wirkung zu erzielen, ohne dabei den Elektrolythaushalt oder den Kreislauf übermäßig zu belasten.
Bei chronischen Erkrankungen kann eine langfristige Einnahme erforderlich sein. Dabei sind regelmäßige ärztliche Kontrollen wichtig, um die Wirksamkeit zu überprüfen und mögliche Veränderungen der Blutwerte frühzeitig zu erkennen. Eine eigenständige Anpassung der Dosis sollte nicht erfolgen.
Zeitpunkt der Einnahme
Torasemid wird üblicherweise einmal täglich eingenommen, vorzugsweise morgens. Aufgrund der harntreibenden Wirkung kommt es nach der Einnahme zu vermehrtem Harndrang. Eine morgendliche Anwendung hilft dabei, nächtliche Unterbrechungen des Schlafs durch häufiges Wasserlassen zu vermeiden.
Die Tablette sollte unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt werden. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen, sofern keine anderslautende ärztliche Empfehlung vorliegt.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Therapie hängt von der Art der Erkrankung ab. Bei akuten Flüssigkeitseinlagerungen kann eine zeitlich begrenzte Anwendung ausreichen. Bei chronischen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz ist hingegen häufig eine längerfristige Behandlung notwendig.
Auch bei einer dauerhaften Therapie wird die Notwendigkeit der Medikation regelmäßig überprüft. Ziel ist es, die niedrigstmögliche wirksame Dosis zu verwenden, um Nebenwirkungen zu minimieren und gleichzeitig eine stabile Kontrolle der Beschwerden zu gewährleisten.
Praktische Hinweise zur Anwendung
Sollte eine Einnahme einmal vergessen werden, sollte diese nicht durch die doppelte Menge bei der nächsten Anwendung ausgeglichen werden. Stattdessen wird die Behandlung mit der verordneten Dosis fortgesetzt.
Während der Behandlung ist es wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, sofern keine ärztliche Einschränkung besteht. Zudem können regelmäßige Kontrollen der Blutwerte sinnvoll sein, um Veränderungen im Elektrolythaushalt frühzeitig zu erkennen. Eine enge Abstimmung mit dem behandelnden Arzt trägt dazu bei, die Therapie sicher und effektiv zu gestalten.
Wie wirkt Torasemid?
Die Wirkung von Torasemid beruht auf einem gezielten Eingriff in die Nierenfunktion. Als Schleifendiuretikum beeinflusst es die Rückresorption bestimmter Elektrolyte und sorgt dadurch für eine vermehrte Ausscheidung von Wasser. Dieser Mechanismus macht es zu einem wichtigen Bestandteil in der Behandlung von Erkrankungen, die mit Flüssigkeitsansammlungen oder erhöhtem Blutdruck einhergehen.
Durch die kontrollierte Entwässerung wird der Organismus entlastet, ohne die Nierenfunktion grundsätzlich zu beeinträchtigen, sofern die Anwendung ärztlich überwacht wird.
Wirkmechanismus in der Niere
Torasemid wirkt in der sogenannten Henle-Schleife, einem Abschnitt des Nephrons in der Niere. Dort hemmt es einen spezifischen Transportmechanismus, der normalerweise Natrium- und Chloridionen aus dem Primärharn zurück in den Körper transportiert.
Wird dieser Transport blockiert, verbleiben mehr Elektrolyte im Harn. Wasser folgt diesen gelösten Teilchen osmotisch, wodurch die Urinmenge ansteigt. Das Ergebnis ist eine verstärkte Ausscheidung von Flüssigkeit sowie von Natrium und Chlorid. Dieser Effekt trägt dazu bei, überschüssige Flüssigkeit aus dem Gewebe zu entfernen.
Entlastung des Herz-Kreislauf-Systems
Durch die erhöhte Wasserausscheidung wird das zirkulierende Blutvolumen reduziert. Das führt zu einer Entlastung des Herzens, da weniger Flüssigkeit durch den Kreislauf gepumpt werden muss. Besonders bei Herzinsuffizienz kann dies die Symptome wie Atemnot oder geschwollene Beine deutlich verbessern.
Zusätzlich kann die Verminderung des Blutvolumens zu einer Senkung des Blutdrucks beitragen. Dadurch wird das Risiko für Folgeerkrankungen im Herz-Kreislauf-System reduziert. Die Wirkung entfaltet sich dabei nicht abrupt, sondern in kontrollierter Weise, was eine gezielte therapeutische Steuerung ermöglicht.
Beginn und Dauer der Wirkung
Nach der oralen Einnahme wird Torasemid über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und gelangt in den Blutkreislauf. Der Wirkungseintritt erfolgt in der Regel innerhalb weniger Stunden. Die harntreibende Wirkung hält über mehrere Stunden an, was eine einmal tägliche Einnahme in vielen Fällen ausreichend macht.
Im Vergleich zu einigen anderen Schleifendiuretika zeichnet sich Torasemid durch eine relativ gleichmäßige und länger anhaltende Wirkung aus. Diese Eigenschaften unterstützen eine stabile Flüssigkeitskontrolle im Rahmen einer individuell angepassten Therapie.
Anwendungsgebiete
Torasemid wird bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt, die mit einer vermehrten Flüssigkeitsansammlung im Körper oder mit erhöhtem Blutdruck einhergehen. Die Anwendung erfolgt stets auf ärztliche Anordnung und ist Teil eines umfassenden Therapiekonzepts. Ziel ist es, überschüssige Flüssigkeit zu reduzieren und das Herz-Kreislauf-System zu entlasten.
Die genaue Indikation und Dosierung richten sich nach dem individuellen Krankheitsbild sowie nach Begleiterkrankungen und der allgemeinen gesundheitlichen Situation.
Ödeme bei Herzinsuffizienz
Ein zentrales Anwendungsgebiet von Torasemid sind Ödeme im Rahmen einer Herzinsuffizienz. Wenn das Herz nicht mehr ausreichend leistungsfähig ist, kann sich Flüssigkeit im Gewebe ansammeln. Typische Anzeichen sind geschwollene Beine, Knöchel oder Füße sowie eine Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen.
In fortgeschrittenen Fällen kann sich Flüssigkeit auch in der Lunge ansammeln, was zu Atemnot führt. Durch die gezielte Förderung der Wasserausscheidung hilft Torasemid, diese Beschwerden zu lindern und die körperliche Belastbarkeit zu verbessern. Die Entlastung des Herzens trägt zudem dazu bei, das Fortschreiten der Erkrankung besser zu kontrollieren.
Bluthochdruck
Torasemid kann auch bei arterieller Hypertonie eingesetzt werden, insbesondere wenn andere Maßnahmen oder Medikamente allein nicht ausreichen. Durch die Reduktion des Blutvolumens wird der Druck in den Gefäßen gesenkt.
In der Regel wird Torasemid bei Bluthochdruck nicht als alleinige Therapie verwendet, sondern in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln. Die individuelle Behandlungsstrategie wird vom Arzt festgelegt, um eine möglichst effektive und zugleich schonende Blutdruckkontrolle zu erreichen.
Weitere medizinische Einsatzbereiche
Neben Herzinsuffizienz und Bluthochdruck wird Torasemid auch bei Ödemen eingesetzt, die infolge von Nieren- oder Lebererkrankungen auftreten können. In diesen Fällen liegt häufig eine Störung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts zugrunde, die eine medikamentöse Entwässerung erforderlich macht.
Die Entscheidung für den Einsatz von Torasemid erfolgt immer auf Basis einer sorgfältigen medizinischen Beurteilung. Dabei werden Nutzen und mögliche Risiken individuell abgewogen, um eine sichere und wirksame Behandlung zu gewährleisten.
Gegenanzeigen
Wie bei jedem wirksamen Arzneimittel gibt es auch bei Torasemid bestimmte Situationen, in denen die Anwendung nicht oder nur eingeschränkt erfolgen darf. Diese sogenannten Gegenanzeigen dienen dem Schutz der Patientinnen und Patienten vor möglichen Risiken. Vor Beginn der Behandlung ist daher eine sorgfältige ärztliche Anamnese notwendig.
Die Berücksichtigung bestehender Erkrankungen, Laborwerte und Begleitmedikation ist entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden und eine sichere Therapie zu gewährleisten.
Absolute Gegenanzeigen
Torasemid darf nicht angewendet werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der sonstigen Bestandteile besteht. Allergische Reaktionen können sich beispielsweise durch Hautausschlag, Atembeschwerden oder Kreislaufprobleme äußern und erfordern ein sofortiges Absetzen des Medikaments.
Ebenfalls ausgeschlossen ist die Anwendung bei Anurie, also wenn die Nieren keinen Urin mehr produzieren. In diesem Fall wäre eine harntreibende Wirkung nicht möglich und könnte die Situation zusätzlich verschlechtern.
Schwere Störungen des Elektrolythaushalts, insbesondere ausgeprägter Natrium- oder Kaliummangel, stellen ebenfalls eine absolute Gegenanzeige dar. Da Torasemid die Ausscheidung von Elektrolyten erhöht, könnten bestehende Ungleichgewichte weiter verstärkt werden.
Relative Gegenanzeigen
In bestimmten Fällen ist eine Anwendung grundsätzlich möglich, erfordert jedoch besondere Vorsicht und engmaschige Kontrolle. Dazu gehört beispielsweise eine Neigung zu Gicht, da durch die vermehrte Ausscheidung von Flüssigkeit der Harnsäurespiegel im Blut ansteigen kann.
Auch bei niedrigem Blutdruck sollte Torasemid mit Bedacht eingesetzt werden, da die entwässernde Wirkung zu einer weiteren Senkung des Blutdrucks führen kann. Schwindel oder Kreislaufprobleme können mögliche Folgen sein.
Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist eine individuelle Anpassung der Therapie notwendig. Zwar wird Torasemid häufig gerade bei Nierenerkrankungen eingesetzt, dennoch müssen Dosierung und Verlauf sorgfältig überwacht werden.
Besondere Patientengruppen
Für schwangere und stillende Frauen gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen. Die Anwendung sollte nur erfolgen, wenn der erwartete Nutzen das potenzielle Risiko überwiegt und keine geeigneten Alternativen zur Verfügung stehen.
Ältere Menschen reagieren unter Umständen empfindlicher auf Veränderungen des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts. Daher sind regelmäßige Kontrollen besonders wichtig, um Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen.
Patientinnen und Patienten, die mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen, sollten ebenfalls engmaschig betreut werden. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln können die Wirkung von Torasemid beeinflussen oder das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen. Eine umfassende Abstimmung mit dem behandelnden Arzt ist daher unerlässlich.
Nebenwirkungen
Wie jedes wirksame Arzneimittel kann auch Torasemid Nebenwirkungen verursachen. Diese treten nicht bei allen Patientinnen und Patienten auf und sind häufig abhängig von der Dosierung, der Dauer der Anwendung sowie von individuellen Faktoren wie Begleiterkrankungen oder zusätzlicher Medikation.
Da Torasemid gezielt in den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt eingreift, stehen mögliche Veränderungen von Blutwerten und Kreislaufreaktionen im Vordergrund. Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle hilft dabei, unerwünschte Effekte frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren.
Häufige Nebenwirkungen
Zu den häufigeren Nebenwirkungen zählt der verstärkte Harndrang, insbesondere in den ersten Stunden nach der Einnahme. Dieser Effekt ist eine direkte Folge der gewünschten pharmakologischen Wirkung.
Darüber hinaus kann es zu Veränderungen im Elektrolythaushalt kommen, etwa zu einem Mangel an Kalium oder Natrium. Solche Verschiebungen können sich durch Müdigkeit, Muskelschwäche, Muskelkrämpfe oder Herzrhythmusstörungen bemerkbar machen.
Auch Schwindel, Kopfschmerzen oder ein allgemeines Schwächegefühl können auftreten, vor allem wenn der Blutdruck stärker absinkt. Diese Beschwerden sind häufig dosisabhängig und können durch eine Anpassung der Therapie beeinflusst werden.
Gelegentliche und seltene Nebenwirkungen
Gelegentlich berichten Patientinnen und Patienten über Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen oder Durchfall. In seltenen Fällen können Hautreaktionen wie Ausschlag oder Juckreiz auftreten, die auf eine Überempfindlichkeit hinweisen.
Ebenfalls selten sind Veränderungen im Blutbild oder Störungen der Leberwerte. Solche Effekte werden in der Regel im Rahmen routinemäßiger Blutuntersuchungen erkannt. Eine engmaschige Überwachung ist besonders bei längerer Anwendung sinnvoll.
Wann sollte ärztlicher Rat eingeholt werden?
Bei ausgeprägten Kreislaufproblemen, anhaltender starker Schwäche, Herzrhythmusstörungen oder Anzeichen einer allergischen Reaktion sollte unverzüglich medizinischer Rat eingeholt werden. Auch eine deutliche Verringerung der Urinmenge oder ungewöhnliche Beschwerden erfordern eine zeitnahe Abklärung.
Grundsätzlich gilt, dass jede neu auftretende oder sich verschlechternde Symptomatik im Zusammenhang mit der Einnahme von Torasemid ärztlich bewertet werden sollte. Eine eigenständige Änderung oder das Absetzen der Medikation ohne Rücksprache ist nicht empfehlenswert.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Im Folgenden finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um die Anwendung und Dosierung von Torasemid. Die Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung.
Wofür wird torasemid 10 mg angewendet?
torasemid 10 mg wird häufig zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Ödemen eingesetzt, insbesondere im Rahmen einer Herzinsuffizienz. Auch bei bestimmten Formen von Bluthochdruck kann diese Dosierung Teil der Therapie sein.
Die genaue Anwendung hängt vom individuellen Krankheitsbild ab. In vielen Fällen stellt diese Wirkstärke eine Einstiegsdosis dar, die bei Bedarf angepasst werden kann. Die Dosierung erfolgt stets gemäß ärztlicher Verordnung.
Was ist der Unterschied zwischen torasemid al 10 mg und anderen Präparaten?
torasemid al 10 mg ist ein Generikum, das denselben Wirkstoff in gleicher Dosierung enthält wie andere Torasemid-Präparate. Der Unterschied liegt in der Regel im Hersteller, im Namen sowie gegebenenfalls in den verwendeten Hilfsstoffen.
Die Wirksamkeit basiert bei allen zugelassenen Präparaten auf dem identischen Wirkstoff. Unterschiede können sich lediglich in Tablettenform, Verpackung oder Zusammensetzung der nicht wirksamen Bestandteile zeigen. Die Auswahl erfolgt meist nach ärztlicher Empfehlung oder Verfügbarkeit.
Wann wird torasemid 20 mg verschrieben?
torasemid 20 mg wird in der Regel bei stärker ausgeprägten Flüssigkeitseinlagerungen oder wenn eine niedrigere Dosierung nicht ausreichend wirksam ist, eingesetzt. Diese höhere Wirkstärke ermöglicht eine intensivere entwässernde Wirkung.
Die Entscheidung für eine solche Dosierung basiert auf einer ärztlichen Beurteilung der individuellen Situation. Dabei werden Faktoren wie Körpergewicht, Nierenfunktion, Begleiterkrankungen und bisheriger Therapieverlauf berücksichtigt.
Kann man Torasemid dauerhaft einnehmen?
Torasemid kann bei chronischen Erkrankungen, insbesondere bei Herzinsuffizienz, über einen längeren Zeitraum angewendet werden. Voraussetzung ist eine regelmäßige ärztliche Kontrolle, um Elektrolytwerte, Nierenfunktion und Blutdruck zu überwachen.
Ziel einer Langzeittherapie ist es, die Symptome stabil zu halten und Komplikationen vorzubeugen. Die Dosierung wird dabei so gewählt, dass eine wirksame Entlastung erreicht wird, ohne unnötige Risiken einzugehen.
Ist der Online-Kauf von Torasemid sicher?
Der Online-Kauf von Torasemid kann sicher sein, sofern er über eine lizenzierte und geprüfte Apotheke erfolgt. Wichtig ist, dass die Apotheke transparent über Zulassung, Datenschutz und Produktinformationen informiert.
Seriöse Anbieter halten sich an gesetzliche Vorgaben und gewährleisten die Abgabe zugelassener Arzneimittel in geprüfter Qualität. Dadurch wird sichergestellt, dass Patientinnen und Patienten auch beim Online-Bezug auf eine verantwortungsvolle pharmazeutische Versorgung vertrauen können.
Dr. Martin Schreiber ist Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie mit besonderem Schwerpunkt auf der Behandlung komplexer Herzerkrankungen. Sein Medizinstudium absolvierte er an der Eberhard Karls Universität Tübingen, wo er im Bereich der kardiovaskulären Forschung promovierte. Die Facharztausbildung durchlief er am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) in der Klinik für Kardiologie, wo er sich auf interventionelle Kardiologie, Herzkatheterdiagnostik sowie die Therapie von Herzinsuffizienz und koronarer Herzkrankheit spezialisierte. Heute ist Dr. Schreiber als leitender Oberarzt in einer kardiologischen Schwerpunktklinik in München tätig und betreut Patientinnen und Patienten mit akuten und chronischen Herzleiden. In seiner klinischen Praxis verbindet Dr. Schreiber modernste diagnostische Verfahren wie Echokardiographie, Kardio-MRT und invasive Koronarangiographie mit einer individuell abgestimmten medikamentösen Therapie nach aktuellen Leitlinien. Er ist aktives Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) und engagiert sich regelmäßig in wissenschaftlichen Fortbildungen und Kongressen. Neben der Facharztanerkennung führt er die Zusatzqualifikation für interventionelle Kardiologie der Bayerischen Landesärztekammer. Als Ausdruck seiner ärztlichen Verantwortung trägt er den weißen Arztkittel mit Namensschild, Facharzturkunde und Kammeremblem.Verifiziert und entwickelt von Dr. Martin Schreiber


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