Was ist Venlafaxin?
Venlafaxin ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff aus der Gruppe der Antidepressiva, der vor allem zur Behandlung von Depressionen und bestimmten Angststörungen eingesetzt wird. Er gehört zur Klasse der sogenannten Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) und wird seit vielen Jahren erfolgreich in der psychiatrischen und hausärztlichen Praxis verwendet. Ziel der Behandlung mit Venlafaxin ist es, das seelische Gleichgewicht zu stabilisieren und krankheitsbedingte Symptome wie gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit oder innere Unruhe nachhaltig zu lindern.
Im Gegensatz zu rein beruhigenden Medikamenten greift Venlafaxin gezielt in biochemische Prozesse des Gehirns ein, die bei depressiven Erkrankungen und Angststörungen aus dem Gleichgewicht geraten sind. Dadurch kann es helfen, sowohl emotionale als auch körperliche Beschwerden, die im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen stehen, zu verbessern.
Einordnung als SNRI-Antidepressivum
Venlafaxin zählt zu den Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (SNRI). Diese Wirkstoffgruppe beeinflusst gezielt die Konzentration bestimmter Botenstoffe im zentralen Nervensystem, insbesondere Serotonin und Noradrenalin. Beide Neurotransmitter spielen eine entscheidende Rolle für Stimmung, Antrieb, Motivation und Stressverarbeitung.
Durch die Hemmung der Wiederaufnahme dieser Botenstoffe in die Nervenzellen bleibt ihre Konzentration im synaptischen Spalt erhöht. Dies trägt dazu bei, die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen zu verbessern und depressive oder ängstliche Symptome schrittweise zu reduzieren. Die spezifische Wirkweise als SNRI unterscheidet Venlafaxin von anderen Antidepressiva-Klassen und macht es besonders geeignet für bestimmte Beschwerdebilder.
Abgrenzung zu anderen Antidepressiva
Im Vergleich zu selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) wirkt Venlafaxin nicht nur auf Serotonin, sondern zusätzlich auf Noradrenalin. Dieser duale Wirkmechanismus kann insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit ausgeprägter Antriebslosigkeit, Konzentrationsproblemen oder körperlicher Erschöpfung von Vorteil sein.
Während ältere Antidepressiva wie trizyklische Antidepressiva oft mit stärkeren Nebenwirkungen verbunden sind, gilt Venlafaxin bei sachgerechter Anwendung als gut untersucht und in vielen Fällen gut verträglich. Die Wahl des geeigneten Antidepressivums hängt jedoch stets von der individuellen Diagnose, der Symptomatik und der ärztlichen Einschätzung ab.
Bedeutung in der modernen Therapie psychischer Erkrankungen
Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen zählen zu den häufigsten Gesundheitsproblemen weltweit. Venlafaxin hat sich in der modernen Therapie als wirksame Behandlungsoption etabliert und wird sowohl bei Erstdiagnosen als auch bei wiederkehrenden Episoden eingesetzt.
Durch seine differenzierte Wirkweise bietet es eine therapeutische Option für Patientinnen und Patienten, die auf andere Antidepressiva nicht ausreichend ansprechen oder bei denen bestimmte Symptomschwerpunkte im Vordergrund stehen. In Kombination mit psychotherapeutischen Maßnahmen kann Venlafaxin einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der psychischen Gesundheit leisten und die Rückkehr in einen strukturierten Alltag unterstützen.
Zusammensetzung
Die Zusammensetzung von Venlafaxin-Präparaten ist entscheidend für ihre Wirksamkeit, Verträglichkeit und korrekte Anwendung. Neben dem eigentlichen Wirkstoff enthalten die Arzneimittel weitere Bestandteile, die für Stabilität, Haltbarkeit und eine kontrollierte Freisetzung im Körper sorgen. Je nach Darreichungsform – beispielsweise als Tablette oder Retardkapsel – kann sich die Zusammensetzung im Detail unterscheiden.
Wirkstoff
Der zentrale Bestandteil des Arzneimittels ist Venlafaxinhydrochlorid. Diese Substanz ist für die pharmakologische Wirkung verantwortlich und beeinflusst gezielt die Konzentration bestimmter Neurotransmitter im Gehirn. Die genaue Menge des Wirkstoffs pro Einheit bestimmt die therapeutische Stärke des Präparats.
Venlafaxin ist in unterschiedlichen Dosierungen erhältlich, um eine individuell angepasste Behandlung zu ermöglichen. Die Wahl der Dosierung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung sowie nach der persönlichen Verträglichkeit. Eine sorgfältige Abstimmung ist wichtig, um eine optimale Balance zwischen Wirksamkeit und Nebenwirkungsprofil zu erreichen.
Sonstige Bestandteile
Neben dem Wirkstoff enthalten Venlafaxin-Präparate verschiedene Hilfsstoffe. Diese erfüllen technologische Funktionen, beispielsweise zur Formgebung der Tablette, zur Stabilisierung des Wirkstoffs oder zur Steuerung der Freisetzung im Verdauungstrakt. Zu den häufig verwendeten Hilfsstoffen gehören unter anderem Cellulose, Gelatine, Magnesiumstearat oder Farbstoffe, abhängig vom jeweiligen Hersteller.
Bei Retardkapseln spielen spezielle Überzugssysteme oder Granulate eine wichtige Rolle. Sie sorgen dafür, dass der Wirkstoff nicht auf einmal, sondern über mehrere Stunden hinweg gleichmäßig freigesetzt wird. Dies ermöglicht eine konstante Wirkstoffkonzentration im Blut und kann die Verträglichkeit verbessern.
Patientinnen und Patienten mit bekannten Unverträglichkeiten oder Allergien gegenüber bestimmten Hilfsstoffen sollten die jeweilige Packungsbeilage sorgfältig prüfen. Die vollständige Auflistung aller Bestandteile ist dort verbindlich aufgeführt und bietet eine wichtige Grundlage für eine sichere Anwendung.
Wie nimmt man Venlafaxin ein?
Die korrekte Einnahme von Venlafaxin ist entscheidend für den Therapieerfolg und die Verträglichkeit des Medikaments. Die Dosierung und Anwendungsdauer werden individuell festgelegt und richten sich nach der Diagnose, dem Schweregrad der Symptome sowie der persönlichen Reaktion auf den Wirkstoff. Eine konsequente und regelmäßige Einnahme unterstützt eine stabile Wirkstoffkonzentration im Körper.
Dosierung
Die Behandlung mit Venlafaxin beginnt in der Regel mit einer niedrigen Anfangsdosis. Diese kann schrittweise erhöht werden, bis die gewünschte therapeutische Wirkung erreicht ist. Dieses sogenannte Einschleichen hilft dabei, Nebenwirkungen zu minimieren und die Verträglichkeit zu verbessern.
Die genaue Dosierung wird ärztlich festgelegt. Sie kann je nach Anwendungsgebiet und individuellem Verlauf variieren. Während manche Patientinnen und Patienten mit einer moderaten Dosis gut eingestellt sind, benötigen andere eine höhere Wirkstoffmenge für eine ausreichende Symptomkontrolle. Eine eigenständige Anpassung der Dosis sollte nicht erfolgen.
Einnahmehinweise
Venlafaxin wird in der Regel einmal täglich eingenommen, vorzugsweise zur gleichen Tageszeit. Retardpräparate sollten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt werden, damit die verzögerte Wirkstofffreisetzung nicht beeinträchtigt wird. Das Öffnen oder Zerkauen von Retardkapseln kann die gleichmäßige Freisetzung des Wirkstoffs stören.
Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen, wird jedoch häufig zu einer Mahlzeit empfohlen, um mögliche Magenbeschwerden zu reduzieren. Eine regelmäßige Anwendung ohne Auslassen einzelner Dosen ist wichtig, da unregelmäßige Einnahme die Wirkung beeinträchtigen kann.
Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer mit Venlafaxin hängt vom individuellen Krankheitsverlauf ab. Auch wenn sich erste Verbesserungen zeigen, sollte das Medikament in der Regel über einen längeren Zeitraum weiter eingenommen werden, um einen stabilen Behandlungserfolg zu sichern und Rückfälle zu vermeiden.
Ein abruptes Absetzen kann zu unangenehmen Absetzsymptomen führen. Deshalb erfolgt das Beenden der Therapie üblicherweise schrittweise durch eine langsame Reduktion der Dosis. Die Anpassung der Behandlungsdauer und das Ausschleichen sollten stets in enger Abstimmung mit medizinischem Fachpersonal erfolgen.
Wie wirkt Venlafaxin?
Die Wirkung von Venlafaxin beruht auf einer gezielten Beeinflussung bestimmter Botenstoffe im Gehirn, die für Stimmung, Antrieb und emotionale Stabilität verantwortlich sind. Bei depressiven Erkrankungen und Angststörungen ist das Gleichgewicht dieser Neurotransmitter häufig gestört. Venlafaxin setzt genau an diesem Punkt an und unterstützt die Wiederherstellung einer ausgeglichenen Signalübertragung im zentralen Nervensystem.
Durch die regulierende Wirkung auf neurochemische Prozesse kann das Medikament sowohl psychische als auch körperliche Begleitsymptome einer Depression oder Angststörung positiv beeinflussen.
Wirkmechanismus
Venlafaxin hemmt die Wiederaufnahme der Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin in die Nervenzellen. Normalerweise werden diese Botenstoffe nach ihrer Freisetzung in den synaptischen Spalt wieder in die Nervenzelle zurücktransportiert. Dieser Prozess wird durch Venlafaxin teilweise blockiert, sodass mehr Serotonin und Noradrenalin im synaptischen Spalt verfügbar bleiben.
Die erhöhte Verfügbarkeit dieser Neurotransmitter verbessert die Kommunikation zwischen den Nervenzellen. Serotonin ist vor allem an der Regulation von Stimmung, Schlaf und emotionaler Ausgeglichenheit beteiligt, während Noradrenalin eine wichtige Rolle für Antrieb, Aufmerksamkeit und Stressverarbeitung spielt. Durch die kombinierte Wirkung auf beide Systeme kann Venlafaxin ein breites Spektrum an Symptomen adressieren.
Wirkungseintritt
Die Wirkung von Venlafaxin setzt nicht unmittelbar ein. In den ersten Tagen der Einnahme können sich einzelne körperliche Effekte zeigen, doch die stimmungsaufhellende Wirkung entwickelt sich meist über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Dieser verzögerte Wirkungseintritt ist typisch für Antidepressiva und hängt mit komplexen Anpassungsprozessen im Gehirn zusammen.
Während sich Schlaf und innere Unruhe teilweise früher verbessern können, benötigt die nachhaltige Stabilisierung der Stimmung häufig etwas mehr Zeit. Eine kontinuierliche Einnahme gemäß ärztlicher Empfehlung ist daher wesentlich, um die volle therapeutische Wirkung zu erreichen.
Bedeutung für die Lebensqualität
Durch die Verbesserung der neurochemischen Balance kann Venlafaxin dazu beitragen, Symptome wie gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit, innere Anspannung oder übermäßige Sorgen zu reduzieren. Viele Betroffene berichten im Verlauf der Behandlung über eine zunehmende emotionale Stabilität und eine bessere Belastbarkeit im Alltag.
Eine erfolgreiche Therapie kann es ermöglichen, soziale Kontakte wieder aktiver zu pflegen, berufliche Anforderungen besser zu bewältigen und insgesamt mehr Lebensqualität zu gewinnen. Die medikamentöse Behandlung stellt dabei häufig einen Baustein innerhalb eines umfassenden therapeutischen Konzepts dar, das auch psychotherapeutische Maßnahmen einschließen kann.
Anwendungsgebiete
Venlafaxin wird bei verschiedenen psychischen Erkrankungen eingesetzt, bei denen eine Störung der Botenstoffbalance im Gehirn eine zentrale Rolle spielt. Die Auswahl des Medikaments erfolgt auf Grundlage einer sorgfältigen Diagnose und unter Berücksichtigung der individuellen Symptomatik. Ziel der Behandlung ist es, sowohl akute Beschwerden zu lindern als auch langfristig Rückfällen vorzubeugen.
Depressionen
Ein zentrales Anwendungsgebiet von Venlafaxin ist die Behandlung depressiver Episoden unterschiedlicher Schweregrade. Dazu zählen sowohl mittelgradige als auch schwere Verlaufsformen. Typische Symptome wie anhaltende Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Antriebsmangel, Schlafstörungen oder Konzentrationsprobleme können durch die Therapie positiv beeinflusst werden.
Neben der Akutbehandlung spielt Venlafaxin auch eine Rolle in der Rückfallprophylaxe. Nach dem Abklingen der depressiven Symptomatik wird die Medikation häufig über einen längeren Zeitraum fortgeführt, um die erreichte Stabilisierung zu sichern und erneute Episoden zu verhindern.
Angststörungen
Venlafaxin wird zudem bei verschiedenen Angststörungen eingesetzt. Dazu gehören unter anderem die generalisierte Angststörung, soziale Angststörungen sowie Panikstörungen. Betroffene leiden häufig unter übermäßigen Sorgen, innerer Anspannung, körperlichen Stresssymptomen oder plötzlich auftretenden Panikattacken.
Durch die Beeinflussung von Serotonin und Noradrenalin kann Venlafaxin helfen, die Intensität und Häufigkeit von Angstsymptomen zu reduzieren. Dies unterstützt Betroffene dabei, wieder mehr Sicherheit im Alltag zu gewinnen und belastende Situationen besser zu bewältigen.
Weitere mögliche Einsatzgebiete
In bestimmten Fällen kann Venlafaxin auch bei anderen psychischen oder psychosomatischen Beschwerden in Betracht gezogen werden, sofern eine entsprechende ärztliche Einschätzung vorliegt. Die Entscheidung für eine solche Anwendung basiert stets auf einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung.
Unabhängig vom konkreten Einsatzgebiet ist eine fundierte Diagnosestellung durch qualifiziertes medizinisches Fachpersonal Voraussetzung für eine zielgerichtete Therapie. Eine regelmäßige Verlaufskontrolle ermöglicht es, die Behandlung bei Bedarf anzupassen und optimal auf die persönliche Situation abzustimmen.
Gegenanzeigen
Nicht jede Patientin und nicht jeder Patient ist für eine Behandlung mit Venlafaxin geeignet. Bestimmte gesundheitliche Voraussetzungen oder die gleichzeitige Einnahme anderer Arzneimittel können gegen die Anwendung sprechen oder besondere Vorsicht erfordern. Vor Beginn der Therapie sollte daher stets eine sorgfältige ärztliche Prüfung erfolgen, um Risiken zu minimieren und eine sichere Anwendung zu gewährleisten.
Absolute Gegenanzeigen
Venlafaxin darf nicht eingenommen werden, wenn eine bekannte Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Präparats besteht. Allergische Reaktionen können sich beispielsweise durch Hautausschlag, Juckreiz, Atembeschwerden oder Schwellungen äußern und erfordern eine sofortige medizinische Abklärung.
Ebenfalls kontraindiziert ist die gleichzeitige Anwendung bestimmter Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) oder die Einnahme innerhalb eines kurzen Zeitraums nach deren Absetzen. Die Kombination kann zu schwerwiegenden Wechselwirkungen führen, darunter ein potenziell gefährliches Serotonin-Syndrom mit Symptomen wie Fieber, Muskelzucken, Verwirrtheit oder Kreislaufproblemen.
Relative Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen
Bei bestimmten Vorerkrankungen ist besondere Vorsicht geboten. Dazu zählen unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere unkontrollierter Bluthochdruck, da Venlafaxin in einigen Fällen den Blutdruck erhöhen kann. Regelmäßige Kontrollen sind in solchen Fällen empfehlenswert.
Auch bei Leber- oder Nierenfunktionsstörungen kann eine Anpassung der Dosierung erforderlich sein, da der Wirkstoff über diese Organe verstoffwechselt beziehungsweise ausgeschieden wird. Eine eingeschränkte Organfunktion kann die Wirkstoffkonzentration im Körper beeinflussen.
Weitere Vorsicht ist bei Patientinnen und Patienten mit Epilepsie, Blutgerinnungsstörungen oder bestimmten psychiatrischen Vorerkrankungen wie bipolaren Störungen geboten. In Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Anwendung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen. Eine enge medizinische Begleitung stellt sicher, dass mögliche Risiken frühzeitig erkannt und berücksichtigt werden.
Nebenwirkungen
Wie jedes wirksame Arzneimittel kann auch Venlafaxin Nebenwirkungen verursachen. Diese treten nicht bei allen Patientinnen und Patienten auf und sind häufig dosisabhängig. In vielen Fällen sind die Beschwerden zu Beginn der Therapie stärker ausgeprägt und klingen im weiteren Verlauf ab, sobald sich der Körper an den Wirkstoff angepasst hat.
Eine offene Kommunikation mit medizinischem Fachpersonal hilft dabei, mögliche Nebenwirkungen richtig einzuordnen und gegebenenfalls therapeutische Anpassungen vorzunehmen.
Häufige Nebenwirkungen
Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Übelkeit, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit und vermehrtes Schwitzen. Auch Schlafstörungen oder eine leichte innere Unruhe können insbesondere in der Anfangsphase der Behandlung auftreten.
Manche Patientinnen und Patienten berichten über Appetitveränderungen oder leichte Magen-Darm-Beschwerden. Diese Symptome sind in der Regel vorübergehend und können sich im Verlauf der Therapie deutlich abschwächen.
Gelegentliche und seltene Nebenwirkungen
Gelegentlich kann es zu Blutdruckveränderungen kommen, weshalb insbesondere bei vorbestehendem Bluthochdruck regelmäßige Kontrollen sinnvoll sind. Auch Herzklopfen oder ein beschleunigter Puls wurden in Einzelfällen beobachtet.
Darüber hinaus können sexuelle Funktionsstörungen wie verminderte Libido oder verzögerter Orgasmus auftreten. Seltener werden Stimmungsschwankungen, erhöhte Reizbarkeit oder Veränderungen bestimmter Laborwerte festgestellt. In sehr seltenen Fällen können schwerwiegende Reaktionen wie allergische Symptome oder Anzeichen eines Serotonin-Syndroms auftreten, die eine sofortige medizinische Abklärung erfordern.
Absetzsymptome
Beim plötzlichen Absetzen von Venlafaxin können sogenannte Absetzsymptome auftreten. Dazu zählen unter anderem Schwindel, Missempfindungen, Schlafstörungen, Reizbarkeit oder grippeähnliche Beschwerden. Diese Symptome sind in der Regel vorübergehend, können jedoch unangenehm sein.
Um das Risiko solcher Beschwerden zu reduzieren, wird die Dosis üblicherweise schrittweise verringert. Ein langsames Ausschleichen unter ärztlicher Anleitung unterstützt einen möglichst reibungslosen Übergang und trägt zur Stabilität des Behandlungserfolgs bei.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Im Folgenden finden sich Antworten auf häufige Fragen rund um Venlafaxin und die unterschiedlichen Dosierungsstärken. Die Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.
Was ist der Unterschied zwischen venlafaxin 37 5, venlafaxin 75 mg und venlafaxin 150 mg?
Die genannten Bezeichnungen stehen für unterschiedliche Wirkstoffmengen pro Tablette oder Kapsel. venlafaxin 37 5 enthält eine niedrigere Dosis und wird häufig zu Beginn einer Therapie eingesetzt oder bei Patientinnen und Patienten, die sensibel auf Wirkstoffveränderungen reagieren.
venlafaxin 75 mg gilt in vielen Fällen als gängige Standarddosis in der Behandlung von Depressionen oder Angststörungen. venlafaxin 150 mg wird meist dann verordnet, wenn eine stärkere therapeutische Wirkung erforderlich ist oder wenn niedrigere Dosierungen nicht ausreichend wirksam waren. Die Wahl der passenden Dosis erfolgt stets individuell.
Für wen ist venlafaxin 37 5 geeignet?
venlafaxin 37 5 wird häufig als Einstiegsdosis verwendet, um den Körper langsam an den Wirkstoff zu gewöhnen. Durch das schrittweise Erhöhen der Dosis kann das Risiko für Nebenwirkungen zu Beginn der Behandlung reduziert werden.
Zudem kann diese Dosierungsstärke im Rahmen einer Erhaltungstherapie oder beim langsamen Ausschleichen des Medikaments zum Einsatz kommen. Die konkrete Anwendung hängt von der jeweiligen Therapiestrategie ab.
Wann wird venlafaxin 75 mg verschrieben?
venlafaxin 75 mg wird häufig bei mittelgradigen depressiven Episoden oder bestimmten Angststörungen eingesetzt. Diese Dosierung bietet für viele Betroffene ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wirksamkeit und Verträglichkeit.
Je nach individuellem Verlauf kann die Dosis angepasst werden. Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle stellt sicher, dass die Therapie optimal auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt bleibt.
In welchen Fällen kommt venlafaxin 150 mg zum Einsatz?
venlafaxin 150 mg wird in der Regel bei schwereren oder therapieresistenten Verläufen eingesetzt, wenn niedrigere Dosierungen nicht ausreichend wirken. Eine höhere Wirkstoffmenge kann die Intensität der therapeutischen Effekte steigern, erfordert jedoch eine besonders sorgfältige Überwachung.
Bei höheren Dosierungen ist es wichtig, mögliche Nebenwirkungen oder Blutdruckveränderungen im Blick zu behalten. Die Entscheidung für diese Stärke basiert auf einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung.
Kann man Venlafaxin online ohne Rezept kaufen?
Venlafaxin ist in vielen Ländern ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Die Abgabe unterliegt daher klaren gesetzlichen Regelungen. Bei der Online-Bestellung über eine seriöse Apotheke erfolgt die Bereitstellung im Einklang mit den geltenden Vorschriften.
Eine verantwortungsvolle Anwendung setzt eine medizinische Einschätzung voraus, um die richtige Dosierung zu bestimmen und mögliche Gegenanzeigen zu berücksichtigen.
Dr. Tobias Hartmann ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie mit besonderem Schwerpunkt auf der medikamentösen Behandlung von Angststörungen. Sie studierte Humanmedizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und absolvierte ihre Facharztausbildung an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU Klinikum). Während ihrer Weiterbildung spezialisierte sie sich auf die differenzierte Diagnostik und Therapie von Panikstörungen, generalisierten Angststörungen und posttraumatischen Belastungsstörungen. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf der evidenzbasierten Anwendung moderner Anti-Angst-Medikamente, einschließlich SSRI, SNRI und ausgewählter Anxiolytika unter strenger Nutzen-Risiko-Abwägung. Heute ist Dr. Hartmann als Oberärztin in einer psychiatrischen Fachklinik in Nürnberg tätig. In ihrer klinischen Praxis verbindet Dr. Hartmann präzise Pharmakotherapie mit psychotherapeutischer Begleitung, insbesondere verhaltenstherapeutischen Ansätzen. Sie engagiert sich im Bereich Psychopharmakologie-Fortbildung und ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Zudem verfügt sie über die Zusatzqualifikation „Psychopharmakologische Therapie“ der Bayerischen Landesärztekammer. Als Zeichen ihrer ärztlichen Verantwortung trägt sie den weißen Arztkittel mit Facharztabzeichen sowie die offizielle Facharzturkunde für Psychiatrie und Psychotherapie. Verifiziert und entwickelt von Dr. Tobias Hartmann


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